Gerichtsmediziner schreitet ein

Pietätlose Pläne: Münchner Wirt will Sektionstisch kaufen, auf dem berühmter Schauspieler obduziert wurde

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Prof. Dr. Wolfgang Eisenmenger 2009 im gerichtsmedizinischen Institut der LMU München. Er verhinderte, dass ein Münchner Wirt den Sektionstisch kaufte, auf dem Schauspieler Walter Sedlmayr obduziert wurde. 

Makaber, was sich ein Münchner Gastronom da ausgedacht hat: Er wollte den Sektionstisch kaufen, auf dem ein berühmter Schauspieler obduziert wurde - und er wäre noch weiter gegangen.

München - Ein Sektionstisch aus schwarzem Marmor, noch aus der Zeit von Prinzregent Luitpold: Hier wurde der Leichnam des ermordeten Schauspielers Walter Sedlmayr (1926-1990) obduziert - und an dem Tisch wollte ein Münchner Gastronom seine Gäste bewirten. 

Walter Sedlmayr

Doch dem Mann machte der Gerichtsmediziner Wolfgang Eisenmenger einen Strich durch die Rechnung: „Wir sind erst gar nicht in die Verhandlungen getreten“, sagte der 74-jährige Eisenmenger der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag). „Das haben wir aus ethischen Gründen abgelehnt.“ Hintergrund der obskuren Kaufnachfrage war ein Standortwechsel der Münchner Rechtsmedizin vor einigen Jahren.

lby

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