Stickstoffdioxid-Belastung

Münchens Stadtluft wird ein bissl besser – aber nicht am Mittleren Ring

Dichter Straßenverkehr im Norden auf dem Mittleren Ring. 
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Dichter Straßenverkehr im Norden auf dem Mittleren Ring. 

Münchens Stadtluft bessert sich. Jedoch nicht am Mittleren Ring. Dort ist die Stickstoffdioxid-Belastung zu hoch. 

München - Die Stickstoffdioxid-Belastung in München könnte heuer etwas niedriger ausfallen als erwartet. Darauf hofft Umweltreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) aufgrund der bisher vorliegenden Messwerte. Die Stationen am Mittleren Ring bleiben aber problematisch. Hier können die Grenzwerte auch weiterhin nicht eingehalten werden, teilte die Stadt gestern mit. Der rückläufige Trend des ersten Halbjahrs bestätige sich, so Jacobs. Trotz der im Sommer aufgrund der Ozonchemie höheren NO2-Werte seien die Zwischenwerte der 20 städtischen Messstationen im dritten Quartal auf deutlich besserem Niveau. „Ich freue mich. Diese Entwicklung war angesichts des heißen Sommers in der Form nicht zu erwarten“, so Jacobs. „Sollten sich die Zwischenwerte auch im vierten Quartal verfestigen, könnten die Werte am Jahresende signifikant besser ausfallen als ursprünglich berechnet.“ Dann würde an vielen Stellen sogar der gesetzliche Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft eingehalten. 

Allerdings: Der Mittlere Ring profitiert offenbar nicht davon. Wie Jacobs bestätigt, setzten sich „die hohen Werte an den beiden Standorten am Mittleren Ring fort“. Die Messpunkte liegen an der Tegernseer Landstraße und an der Chiemgaustraße. Die Belastungssituation an den Hauptverkehrsstraßen müsse man weiterhin ernst nehmen, so Jacobs. Zu hohe Werte wurden heuer dauerhaft auch an der Frauenstraße und der Steinsdorfstraße gemessen, kritisch bleibt die Wotanstraße. Einige Messorte bleiben nur knapp unterhalb des kritischen Werts: Verdistraße, Planegger Straße, Situlistraße.

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MM/tz

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