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Antwort auf Grünen-Anfrage

Ohne eine spezielle Maßnahme bricht das Münchner U-Bahn-System zusammen

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U3 und U6 droht der Kollaps, wenn die U9 nicht gebaut wird.

Die Verkehrsprognose seitens Stadtrat für den öffentlichen Nahverkehr fällt ziemlich drastisch aus. Die Integration der neuen U-Bahn-Linie U9 ist unabdingbar, sonst komme es zum Kollaps.

München - Ohne die U9 droht ein Zusammenbruch des U-Bahnsystems, insbesondere bei den Linien U3 und U6. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen im Stadtrat hervor. Wörtlich heißt es: „Die Verkehrsprognose ergibt ohne die U9 die höchste Belastung auf der Bestandsstrecke der U3/U6 von knapp 240.000 Personen pro Werktag (Abschnitt Odeonsplatz – Universität). Mit der U9 verringert sich diese Streckenbelastung auf rund 160.000 Personen.“ Auf unsere Anfrage hin teilt der Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft, Matthias Korte mit, dass „nach 2030 auf jeden Fall droht, dass das U-Bahnsystem kollabiert“.

U-Bahn-Linie U9: So sieht die neue Trasse aus

Die U9 soll in Zukunft die U6 ersetzen und von Martinsried bis Garching fahren. Dazu muss eine 10,5 Kilometer lange neue Trasse durch die Innenstadt eingerichtet werden. Für die Neubaustrecke sind sieben neue Bahnhöfe geplant, zum Teil durch Erweiterung bestehender. Mit einem Baubeginn rechnet die MVG in den Jahren 2025 bis 2030, Fertigstellung wäre entsprechend zwischen 2035 und 2040. 

Um bis dahin gegenzusteuern, setzt die MVG im U-Bahn-Bereich auf Taktverdichtungen, die neuen C-Züge, die mehr Platz bieten und eine Ausweitung der Personalkapazitäten bei der Abfertigung. Gegebenenfalls könnte man eine U9 auch abschnittsweise in Betrieb nehmen. Doch klar ist: „Da ist schon Musik drin“, sagt Korte. „Wir müssen in die Gänge kommen.“

München 2040: Was muss passieren, damit die Stadt zukunftsfähig ist? Wir haben auch den öffentlichen Nahverkehr ÖPNV und den Kampf gegen den Kollaps beleuchtet.

Sascha Karowski

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