Welpenhändler auf Parkplatz gestellt

Münchner Polizei gelingt Schlag gegen Hundewelpen-Mafia

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Die zwei englischen Bulldoggen

Der Münchner Polizei ist zumindest ein kleiner Schlag gegen die skrupellose Hundewelpen-Mafia gelungen.

München - Am 10. Januar beobachteten Ermittler auf dem Parkplatz am S-Bahnhof in Riem zwei Verdächtige, die aus einem offenen Auto heraus mit kleinen Hunden Geschäfte machten. Weil die Tiere aus dem südosteuropäischen Ausland nicht registriert und meist wegen fehlender Impfungen mit Krankheiten infiziert sind, ist diese Art von Handel mit Hundewelpen in Deutschland illegal.

Die Polizisten stellten Käufer und Verkäufer noch auf dem Parkplatz. Ersten Ermittlungen zufolge stammen die Welpenhändler aus Ungarn. Bei der Kontrolle des Autos auf dem Parkplatz fanden die Beamten insgesamt fünf Hundewelpen, drei Englische und zwei Amerikanische Bulldoggen. Alle fünf Tiere waren erst wenige Wochen alt und – wie ursprünglich vermutet – nicht geimpft.

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Die ungarischen Händler wurden wegen verschiedener Verstöße gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Gegen die Zahlung eines vierstelligen Geldbetrages wurden die Männer allerdings wieder entlassen. Die Polizei beschlagnahmte die Welpen und brachte sie vorerst in die Obhut des Tierschutzvereins München. Dort werden die Tiere auf Krankheiten untersucht, gefüttert und mit Impfungen versorgt. 

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Die Hunde befinden sich derzeit in Tollwutquarantäne, müssen vermutlich aber danach wieder an die ungarischen Besitzer ausgehändigt werden. Dass die Welpen-Mafia in München noch immer gute Geschäfte macht, beweist einerseits die kriminelle Energie der Händler, andererseits den Leichtsinn der Käufer, die offensichtlich Geld sparen wollen. 

Johannes Heininger

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