Super-Erkenner

Münchner Polizei testet, ob Angestellte diese besondere Veranlagung haben

Menschen mit besonderer Veranlagung sind immer gefragt, nun auch bei der Polizei München.  Die Beamten wurden nun getestet.

München - Das Polizeipräsidium in München hat jetzt sogenannte Super-Recogniser. Das sind Menschen mit der besonderen Veranlagung, Gesichter wiederzuerkennen, die sie nur ein einziges Mal entweder live oder auf einem Bild gesehen haben. Wie viele Polizisten diese Fähigkeit in der Landeshauptstadt erwiesenermaßen haben, will das Polizeipräsidium voraussichtlich nächste Woche bekannt geben.

In einem von der University of Greenwich entwickelten Online-Test konnten sich die Beamten als „Super-Recogniser“ bewerben. Das Interesse im Polizeipräsidium München war groß: Ein Online-Test, der vier Wochen lang freigeschaltet war, wurde etwa 5300-mal angeklickt. Rund 6600 Mitarbeiter zählt das Präsidium. Die Polizisten, die sich freiwillig an dem Test beteiligen konnten, mussten in fünf bis zehn Minuten 14 Aufgaben lösen. Geprüft wurden unter anderem das Kurzzeit- und das Langzeitgedächtnis für Gesichter. Die britischen Forscher wählten anhand der Ergebnisse dann anonymisiert Kandidaten aus, die sich Ende April einem weiteren Test unterziehen mussten. Jetzt sind die Tests abgeschlossen und die „Superwiedererkenner“ stehen fest.

Bei der Londoner Polizei arbeiten etwa 140 Super-Recogniser in ihren ursprünglichen Dienststellen. Während der Wiesn waren Beamte der Londoner Metropolitan Police zu Gast in München. Sie zeigten ihren Kollegen, wie die menschlichen Gesichtsscanner arbeiten. Unter anderem begleiteten sie Taschendiebfahnder über das Oktoberfest. 

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Stefanie Wegele

Rubriklistenbild: © dpa

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