Frau vor Gericht

Münchner Serien-Betrügerin ging mit Kreditkarten ihrer Opfer shoppen 

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Stephanie H. muss sich wegen Serien-Betrugs vor Gericht verantworten. 

Eine Münchnerin hat mehrere Frauen bestohlen und anschließend eine Shopping-Orgie mit deren Kreditkarten veranstaltet. Jetzt musste sie sich vor Gericht verantworten. 

München - Was sie sich dabei dachte? Und warum sie das getan habe? Darauf weiß Stephanie H. keine rechte Antwort. Sie zuckt die Schultern und schüttelt den Kopf. „Ich kann es auch nicht verstehen“, sagt sie. Ihr Blick geht Richtung Boden. Dann fügt sie noch an. „Ich hatte zu dieser Zeit Drogenprobleme. Es tut mir sehr leid.“

Mit diesen Worte wandte sich die Serien-Betrügerin gestern vor dem Amtsgericht an ihre Opfer. Vier Frauen hatte sie bestohlen, als diese einkaufen waren oder gemütlich in der Innenstadt schlenderten. Stephanie H. hatte sie genau beobachtet. In Momenten, in denen die Frauen unaufmerksam waren, griff sie dann gezielt in deren Handtasche.

Stephanie H. ging mit Kreditkarten ihrer Opfer exessiv shoppen

Aber sie nahm nicht nur das Geld, sondern ging mit den Kreditkarten jeweils auf große Shopping-Tour – und zwar unmittelbar danach. Tankstelle, Kiosk, Supermarkt: Im Minutentakt kaufte H. Zigaretten und Lebensmittel ein – so viel, dass sie danach mit dem Taxi nach Berg am Laim in ihre Wohnung fahren musste, weil sie die Waren sonst gar nicht hätte transportieren können. Den Fahrer bezahlte sie auch mit dem geklauten Geld.

Serien-Betrügerin entschuldigt sich bei Geschädigten 

Vor Gericht gab Stephanie H. gestern alles zu. „Ich möchte mich bei allen Geschädigten entschuldigen.“ Bei Martina M. (61) etwa. Die Lehrerin kaufte am 23. März 2017 gerade eine Torte, als sie bemerkte, dass ihr Geldbeutel fehlt. Als sie vier Wochen später die Kreditkarten-Abrechnung sah, „war das ein Schock.“ Insgesamt verursachte Stephanie H. 1773 Euro Schaden. Das Amtsgericht verurteilte sie zu drei Jahren und drei Monaten Haft, weil auch eine andere Strafe mit in das Urteil eingerechnet wurde. Alle vier Frauen hatten zuvor gegen H. ausgesagt. 

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