Neue Linie startet am Sonntag 

MVG erweitert Busangebot mit City-Ring: Kostenlose Sonderfahrten am ersten Tag

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Attraktive Alternative zur U-Bahn: Die neuen Ringbusse starten am Sonntag, hier sieht man die wichtigsten Haltestellen.

Die MVG erweitert ihr Busangebot. Am kommenden Sonntag startet der neue City-Ring. Die Linie umrundet das Zentrum vom Hauptbahnhof aus. Auch der Freistaat beteiligt sich an den Kosten. Die Verbindung tangiert viele wichtige U-Bahn-Haltestellen.

München - Dass der City-Ring eine besondere Neuerung im Nahverkehrsangebot der MVG darstellt, ließ sich am Montag beim offiziellen Pressetermin an einem prominenten Fahrgast ersehen: Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) höchstpersönlich war zu einer Probefahrt gekommen. Grund: Der Freistaat beteiligt sich mit 4,25 Millionen Euro an der neuen Buslinie. Die Stadt gibt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Es ist jeweils eine einmalige Förderung, die für einen Zeitraum von vier Jahren gilt. MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann geht davon aus, dass sich der Bus-City-Ring danach selbst trägt. Die MVG selbst wendet pro Jahr 320 000 Euro für den Betrieb auf.

„Wir erschließen viele klassischen Ziele“

Die Finanzspritze des Freistaats hat mit dem Luftreinhalteplan für die Landeshauptstadt zu tun. Bekanntlich muss die Staatsregierung nach einer erfolgreichen Klage der Deutschen Umwelthilfe ein Maßnahmenpaket für bessere Luft vorlegen. Eine Möglichkeit, um Diesel-Fahrverbote in München zu vermeiden, ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Bis neue U-Bahn-Äste fertiggestellt sind, werden allerdings noch zehn bis 20 Jahre vergehen. Schneller könne die MVG mit Busverbindungen reagieren, wie Wortmann und Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Montag bekräftigten. Mit dem City-Ring würden die innerstädtischen U-Bahnen entlastet, sagte Wortmann: „Wir erschließen viele klassischen Ziele.“ Ministerin Aigner erklärte: „Wir wollen die Qualität des Nahverkehrs gemeinsam mit der MVG verbessern.“

Die neuen Linien 58 und 68 umrunden die Stadt (siehe Grafik) vom Hauptbahnhof in Richtung Maxvorstadt, Schwabing, Bogenhausen zum Ostbahnhof. Von dort aus geht es über Haidhausen, Sendling, Untergiesing und der Ludwigsvorstadt zurück zum Hauptbahnhof. Der Bus-City-Ring tangiert wichtige U-Bahn-Haltestellen, viele Tramstationen und bietet neue Direktverbindungen. Beispielsweise muss ein Fahrgast, der mit der U-Bahn vom Kolumbusplatz zum Ostbahnhof will, umsteigen. Mit dem Citybus ist dies nicht notwendig. Die Fahrt dauert nur elf Minuten.

Die Linie 58 verkehrt im Uhrzeigersinn, die Linie 68 gegen den Uhrzeigersinn. Der City-Ring kombiniert, erweitert beziehungsweise ersetzt somit ab 4. Juni die bestehenden Buslinien 58, 148 und 150. Die Ringbusse fahren täglich bis 22 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Der Abschnitt Hauptbahnhof – Silberhornstraße wird zeitweise alle fünf Minuten bedient. Durch die teilweise parallel verlaufenden Buslinien 54/154 und 100 kommt auch auf fast allen anderen Abschnitten mindestens alle fünf Minuten ein Bus. Im Spätverkehr fahren die Busse auf dem Cityring bis etwa 1.30 Uhr im 20-Minuten-Takt. In Spitzenzeiten werden laut MVG 19 Ringbusse im Einsatz sein. 40 Fahrer sollen dafür sorgen, dass die insgesamt 40 Haltestellen bedient werden. Allerdings, so gab Wortmann zu bedenken: „Es wird immer schwieriger, genügend Busfahrer zu gewinnen.“

Zum offiziellen Start der Ringbusse am kommenden Sonntag gibt es kostenlose Sonderfahrten im Zeitraum von 11 bis 19 Uhr. Auch Oldtimerbusse werden eingesetzt. Mit den historischen Gefährten aus den Jahren 1961 und 1965 wird der Abschnitt Hauptbahnhof Nord – Universität – Herkomerplatz bedient.

Klaus Vick

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