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Neuer Termin steht noch nicht

Leihradl der MVG kommen nicht in Fahrt

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Das Tempo, das die MVG bei der Einführung des Leihradl-Systems vorlegt, ist langsamer als geplant.

München - Wegen technischer Probleme musste der Start für die Leihradl der MVG Mitte Juli verschoben werden. Die Mängel sind offenbar so gravierend, dass die MVG keinen neuen Termin für die Betriebnahme angeben möchte.

„Meine Stadt, mein Tempo.“ Dieses flotte Sprüchlein begegnet einem derzeit häufig auf Plakaten in U- und Trambahnen. Die MVG bewirbt damit ihr neues Leihradsystem. Das Tempo, das die MVG selbst bei der Einführung des Systems vorlegt, ist indes lansamer als geplant.

Mitte Juli sollte sich OB Dieter Reiter an einer der ersten fertigen Leihstationen an der Schwanthalerhöhe auf ein Radl schwingen und den offiziellen Startschuss geben. Doch wegen technischer Probleme musste die MVG den Termin absagen. Die Peinlichkeit einer weiteren Absage will man unbedingt vermeiden, weshalb das Verkehrsunternehmen vorerst kein neues Datum nennen möchte. „Ein Starttermin wird festgelegt, sobald das System stabil genug läuft“, sagt MVG-Sprecherin Bettina Hess. Die MVG habe großes Interesse daran, „möglichst bald“ zu starten. „Aber wir wollen ein reibungslos funktionierendes Produkt und zufriedene Kunden. Daher starten wir erst dann, wenn alle Komponenten und ihr Zusammenspiel funktionieren“, betont Hess.

Das Problem ist vor allem der Bordcomputer, den die Firma Nextbike als beauftragter Lieferant entwickelt hat. Er ist noch optimierungsbedürftig. Zudem gebe es zahlreiche Schnittstellen und Komponenten, deren Zusammenspiel in einzelnen Punkten noch verbessert werden müssten, sagt Hess.

Derzeit sind etwas über 20 Leihradstationen bereits aufgebaut oder befinden sich im Aufbau. Etwa an der LMU, am Olympiazentrum, an der Münchner Freiheit, an der TU München an der Arcisstraße, an der Schwanthalerhöhe, am Scheid- und Leonrodplatz. Alle Stationen werden, sofern nicht bereits geschehen, in den nächsten Tagen komplettiert und sind dann einsatzbereit. Hess: „Derzeit sind die Stelen aber noch verhüllt beziehungsweise verklebt.“ Bis Ende 2015 können voraussichtlich bis zu zwei Drittel der insgesamt 125 geplanten Stationen errichtet werden. Das neue System wird zunächst 1200 Räder umfassen.

Der Minutenpreis für die Nutzung des MVG-Rads wird generell acht Cent betragen, für Isar-Card-Abo-Kunden der MVG und Studierende fünf Cent. Wer häufiger mit dem MVG-Rad unterwegs ist, kann ein günstiges Jahrespaket abschließen.

Wer das Leihradl nutzen möchte, braucht eine App

Acht Gänge hat das Rad, dazu einen verstellbaren Sattel und vorne einen Gepäckträger. Über dem Hinterrad sitzt sein Gehirn – der Bordcomputer. Hier wird der Zugangscode eingetippt, um das Radl mieten zu können. Um den Code zu bekommen, braucht es wie schon beim Handyticket eine App fürs Mobiltelefon. Sie heißt „MVG more“ und ist der Schlüssel zum Rad. Mittels Stadtplan und Ortung via GPS bietet sie einen schnellen Überblick über verfügbare Räder in der Umgebung, die mit wenigen Klicks reserviert und dann gemietet werden können. Zur Rückgabe wird das Rad einfach im Ständer einer Station eingeklinkt. Innerhalb des Rückgabegebiets (siehe Grafik) kann es auch einfach irgendwo abgestellt und mit dem integrierten Bügelschloss abgeschlossen werden. Die App soll für Android- und Apple-Geräte erhältlich sein. Da Kontodaten hinterlegt werden müssen, dürfen Jugendliche unter 18 Jahren aus rechtlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nach Angaben der MVG läuft derzeit ein Testbetrieb der Leihräder. Die Verzögerung hat aus Sicht der Verkehrsgesellschaft auch ihre gute Seite. „Wir nutzen sie für weitere Verbesserungen bei der Handhabung“, teilt Bettina Hess mit.

Ulrich Lobinger

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