Nach Attacke gegen Kamerateams

Neonazi muss ins Gefängnis 

München - Ein Neonazi hat Kamerateams am Rande eines Neonazi-Prozesses angegriffen. Jetzt verurteilte ihn das Gericht zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung.

Ein Neonazi muss wegen Attacken auf Kamerateams am Rande eines Neonazi-Prozesses im Januar jetzt ins Gefängnis. Das Münchner Amtsgericht verurteilte den 28-Jährigen am Montag wegen Sachbeschädigung und versuchten Nötigung zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung. Am 2. Januar 2013 hatte er vor und nach einem Prozess gegen den Rechtsextremisten Norman Bordin in München die Objektive von TV-Kameras mit Lippenpomade verschmiert. Der Angeklagte hatte erklärt, die Kamerateams hätten Leute gegen ihren Willen gefilmt, aber er und seine Freunde wollten nicht im Fernsehen gezeigt werden und Schwierigkeiten bekommen. Als Komplize des Neonazis Martin Wiese, der 2005 einen Bombenanschlag bei der Grundsteinlegung des jüdischen Gemeindezentrums in München geplant hatte, war der Mann damals zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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