Mehr Häusl für München

"Nette Toilette": SPD will neues Klo-Konzept

München - Jahrelang haben Münchens Parteien um die Frage der öffentlichen Klos gestritten. Jetzt wollen SPD und CSU ein neues Klo-Konzept, in dem geprüft wird, wo Toiletten nötig sind. Um das Angebot an öffentlichen Klos zu verbessern, sollen außerdem auch Gaststätten mithelfen.

Zu wenige Klos, die zu dreckig und unattraktiv sind – kein schönes Aushängeschild für das sonst so saubere München. Dem Problem will die schwarz-rote Rathauskooperation jetzt Abhilfe schaffen.

Drei Schritte hat sich die SPD überlegt, um die Klo-Situation in der Stadt zu verbessern. Ein Stadtplan soll einen Überblick über das derzeitige Klo-Angebot geben, das dann „kritisch hinterfragt“ werden soll. Baureferat, Umweltreferat und Kommunalreferat sollen darstellen, wo es in Parks und auf Friedhöfen Klos gibt – hier beklagen Bürger regelmäßig großen Mangel. Und schließlich soll das Konzept „Nette Toilette“ eingeführt werden, bei dem Gaststätten ihre WCs Passanten zur Verfügung stellen und dafür Geld von der Stadt erhalten.

„Die Stadt verzeichnet einen Tourismus-Rekord nach dem anderen“, sagt SPD-Stadtrat Hans Dieter Kaplan. Da sei es kein Wunder, dass das Fehlen von öffentlichen WCs immer wieder beklagt werde. „Das Ganze hat uns schon viel zu lange beschäftigt, jetzt muss endlich etwas passieren.“

Das ist auch die Meinung der CSU. „Wir kämpfen schon seit fünf Jahren gegen die Reduzierung der öffentlichen Toiletten“, sagt CSU-Fraktionschef Hans Podiuk. Jetzt sei man froh, dass es bei der SPD einen „Kurswechsel“ gegeben habe. „Vielleicht war der Druck bei dem einen oder anderen Stadtrat doch zu groß, um dieses Thema noch lange auszusitzen“, sagt Podiuk.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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