Finanzplan genehmigt

Neue Strecken und Linien: Das ändert sich in der U-Bahn

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Der Stadtrat stimmte am Dienstag de Investitionsplan zu. 

München - Die Pläne zum Ausbau der überlasteten Münchner U-Bahn sind abgenickt worden. Alle Ausbauten und neuen Strecken im Überblick. 

Immer mehr Menschen kommen nach München. Die Bevölkerung wächst unaufhörlich – und dem Nahverkehr droht der Kollaps. Am Dienstag hat der Stadtrat den Investitions- und Finanzplan für große Vorhaben in den kommenden Jahren abgenickt. Darin befinden sich auch Punkte, die noch in den Sternen stehen. Es gibt weder einen Kosten- noch einen Terminplan. So ist eine mögliche Verlängerung der U1 vom Mangfallplatz bis nach Solln geplant. Und auch eine neue Spange im Norden, die Trasse von Moosach über Obermenzing nach Pasing. Derweil scheint eine andere Trasse vom Tisch zu sein. Wir verraten welche – und stellen den Stand der weiteren Projekte vor.

U1: Ein Wunschprojekt der Stadt ist eine Isarquerung als Verlängerung der U1 vom Mangfallplatz nach Solln.

U3: Eine neue Trasse für den Norden? Die U3 könnte von bis nach Pasing verlängert werden.

U4: Je nach Größe des Neubaugebiets werden U-Bahn oder Tram verlängert. Auch eine Kombination ist denkbar.

U5: Die Verlängerung bis nach Pasing ist beschlossen. Wunsch der CSU ist eine Verlängerung bis nach Freiham.

U6: Die U6 soll bis Planegg und Martinsried verlängert werden. Beides gilt dem Vernehmen nach als sicher.

U9: Das Bahn-Thema zur Entlastung der Innenstadt soll noch dieses Jahr erneut in den Stadtrat kommen.

U26: Dei Querverbindung gilt als unwirtschaftlich. Der Stadtrat möchte sich die Spange aber offenhalten. 

Sascha Karowski

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Kommentare

Nozomi07
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Fröhlich ein paar Striche gemalt, egal wers bezahlt? Dabei können die Städte ja nicht mal die Kosten der Bestands-Tunnel mehr stemmen?

U-Bahnen sind Massenverkehrsmittel, da ist Augenmaß gefragt. Lückenschlüsse wie Englschalking oder Planegg sind sicher sinnvoll, Erstere mit Neubaugebiet sowieso. Auch die U1-Südspange klingt interessant.

Aber eine U-Bahn von Untermenzig nach Pasing? Meinen die das ernst? Wo schon die U5-Verlängerung nach Pasing recht bescheidene Prognosewerte hat?

Wir müssen uns von der Ideologie der Voll-U-Bahn verabschieden. Man kann auch Misch-Systeme aus U- und Trambahn bauen, wie sie z.B. in NRW verbreitet sind. Gerade für die U1-Südspange oder die U26-Nordspange könnte sowas interessant sein.

Gast69Antwort
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Einen By-Pass baut man, wenn man den Tod eines Verkehrssystem etwas zu verzögern versucht. Das ist wie bei einem kranken Herzkranzgefäß. Nur weil dieses einen By-Pass bekommt, wird das Herz nicht gesund, sondern verzögert nur den Tod. Selbiges Syndrom ist auch beim Seehofertunnel der Fall.
Die U9 ist schon deswegen mangelhaft, weil sie den Personenbahnhof München Süd nicht anfährt und damit wieder am Bedarf vorbeifährt und künstlich eine wichtige Umstiegsbeziehung ungenutzt lässt.
Kluge bauen keinen By-Pass, sondern verteilen den wachsenden Verkehr auf viele Äste und machen das Gesamtsystem damit belastbar und leistungsfähiger.

Gast69Antwort
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Die U5 übernimmt aber weitere Aufgaben. Sie erschließt ein stark wachsendes Stadtgebiet im Dreieck Germering - FFB und München. Eben als dritte westliche Verkehrsachse zur S4 und S8. Die S4/S8 können den Verkehrs nicht mehr lange aufnehmen, schon deshalb, weil sich die CSU weigert die S-Bahnaussenäste auszubauen.