Das soll sich bald ändern

Neuer Bereich für Innenraum: Kommt jetzt die große MVV-Reform?

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Die neuen Tarife sollen frühestens zum Fahrplanwechsel ab Juni 2019 gelten.

Ringe, Zonen, Streifen – den komplizierten Tarifkreis kennt jeder, der in München mit S- und U-Bahn, Bus oder Tram unterwegs ist. Das könnte sich bald ändern.

München - Ringe, Zonen, Streifen – den komplizierten Tarifkreis kennt jeder, der in München mit S- und U-Bahn, Bus oder Tram unterwegs ist. Hier sehen Sie ein Modell, das Sie noch nicht kennen: So könnte der Kreis nach der MVV-Tarifreform aussehen, für die es am Freitag grünes Licht gab.

Hier wird gezeigt, wie die neuen Tarifzonen für Zeitkarten aussehen könnten: Die M-Zone ersetzt die bisherigen Ringe 1 bis 4 (heller Bereich in der Mitte), in den Außenbereichen werden je zwei Ringe zu einem zusammengelegt.

OB Dieter Reiter (59, SPD) und der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (47, CSU), der für die acht Landkreise im MVV spricht, hatten sich in einem Vier-Augen-Gespräch geeinigt. Jetzt kann die Gesellschafterversammlung des MVV am 9. Mai eine neue Tarifstruktur beschließen.

Aus vier Zonen soll die neue M-Zone entstehen

Kernpunkt: Statt der bisherigen vier Zonen und 16 Ringe soll das Tarifgebiet künftig sechs Kreise im Außenraum haben sowie eine Kernzone im Innenraum, die M-Zone, die in etwa die bisherigen Tarifkreise 1 bis 4 ersetzt. Günstiger wird es demnach für alle Fahrgäste – außer für diejenigen, die bislang nur für die Ringe 1 und 2 bezahlt haben.

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Der Fahrgastverband Pro Bahn findet die Reform zwar „grundsätzlich gut“, hat aber trotzdem Kritikpunkte. Sprecher Andreas Barth findet: „Der große angekündigte Wurf ist nicht gelungen.“ Er erläutert: „Gut ist beispielsweise die Verbesserung des Bartarifs im Außenbereich. Wer heute von Puchheim nach Pasing fährt, braucht bisher vier Streifen, danach nur noch drei.“

Fahrplanwechsel erst im Juni 2019

Nicht gut sei auf der anderen Seite aber die Einteilung bei den Zeitkarten. Barth: „Das wird ungerechter!“ Der Pro-Bahn-Sprecher gibt ein Beispiel: „Wer von Baldham nach Trudering möchte, muss künftig die Innenstadt mitkaufen. Unserer Sicht nach hätte man bei den Zeitkarten bei den heutigen Einteilungen bleiben sollen. Ein besserer Tarif wäre machbar, wenn die Verhandlungen nicht hinter verschlossenen Türen geführt worden wären.“

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Die neuen Tarife sollen frühestens zum Fahrplanwechsel ab Juni 2019 gelten. Jetzt muss neben der Stadt und den Landkreisen noch der Freistaat Bayern zustimmen. 

mw

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