Tierliebe kann teuer werden

Neuer Hunde-Rekord: So tief greifen Münchner für ihre Vierbeiner in die Tasche

Wuff! Waldi, Bello & Co. sind des Deutschen bester Freund. Die Münchner sind besonders vernarrt in die treuen Vierbeiner, und das drückt sich auch in Zahlen aus.

München - Täglich wächst die Zahl der gemeldeten Hunde in der Stadt. Aktuell sind es 36 370 Zamperl – über 3800 mehr als noch 2013. In welchen Stadtvierteln die meisten Viecherl wohnen (Stand: Ende 2016), zeigt die Karte. 

Hier sind Münchens Vierbeiner zuhause.

Während rein rechnerisch Ende 2016 auf 44 Einwohner ein Hund kam, hat nach aktuellen Zahlen der Stadtkämmerei bereits jeder 42. Münchner ein Zamperl daheim. Der Anstieg liegt also nicht am Bevölkerungswachstum,sondern tatsächlich an steigender Tierliebe. 

Doch die Hundeliebe kann auch teuer werden. Laut einer aktuellen Studie des Finanzdienstleisters Vexcash gehört München in Sachen Bußgeldern bei Verstößen gegen die Halterpflichten zu den teuersten Städten des Landes. Die gute Nachricht für die Münchner Hundehalter: Die Hundesteuer ist bei uns vergleichsweise niedrig. 100 Euro muss ein Herrchen jedes Jahr für seinen Vierbeiner an die Stadtkämmerei entrichten. Günstig im Vergleich zum Spitzenreiter Wuppertal, wo 160 Euro anfallen. Am unteren Ende rangiert Hamburg mit 90 Euro im Jahr. 

Vorsicht bei der Steuer-Kontrolle!

Am 15. Januar 2018 wird die Hundesteuer wieder fällig. Dann bekommen die Herrchen eine Steuermarke fürs Halsband, die den Hund als ehrlichen Steuerzahler ausweist. Wer den Termin versäumt, kann unter Umständen als Steuersünder entlarvt werden: Vollstreckungsbeamte des Kämmerers schauen regelmäßig an beliebten Hundespielwiesen vorbei – Steuer-Kontrolle! 

Rund 3,2 Millionen Euro spült die Abgabe pro Jahr in die Stadtkasse. Blechen müssen Münchner Hundebesitzer bei Verstößen: Wer in der City seinen Vierbeiner in Gebieten mit Leinenpflicht nicht anleint, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen. Hier ist München neben Düsseldorf Spitzenreiter. Durchschnittlich kostet ein Verstoß gegen die Leinenpflicht im Städtevergleich 46 Euro. 

Münchner, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners nicht wegräumen, müssen 35 Euro bezahlen–das ist günstig im Vergleich etwa zu Frankfurt am Main (mindestens 90 Euro). Und wenn ein Hund einen Maulkorb tragen muss, dann sollte man ihn auch wirklich anlegen – auch zum Schutz des eigenen Geldbeutels: Verstöße gegen die Maulkorbpflicht werden in München laut dem Kreisverwaltungsreferat mit bis zu 500 Euro bestraft.

das/jm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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