Sonst landen sie auf der Straße 

Notunterkunft für Studenten in München eingerichtet 

Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt trifft vor allem auch Studenten. Eine Notunterkunft soll ihnen helfen. 

München - Die schwierige Suche nach einer Studentenbude in München hat für einige Betroffene ein Ende - sie kommen in einer Notunterkunft unter. 34 Betten stehen dort, vier Quadratmeter gibt es pro Person, sagte ein Sprecher des Studentenwerks, das die Unterkunft betreibt. Platz für Privatsphäre bleibt nicht: Im größten Raum schlafen zwölf Personen, ansonsten gebe es noch Zwei- und Dreibettzimmer. Die Bewohner teilen sich zwei Duschen, zwei Toiletten und eine Wohnküche. Fünf Euro kostet die Unterkunft pro Nacht.

Für die Studierenden ist es laut dem Sprecher die einzige Möglichkeit, nicht auf der Straße zu landen. Zum Semesterbeginn Anfang Oktober waren alle Betten belegt gewesen, einige Anfragen musste das Studentenwerk sogar abweisen. Anfang November lebten nur noch 25 Personen dort. Vor allem Studierende aus dem Ausland seien auf die Notunterkunft angewiesen. Sie haben es aufgrund kurzer Vorlaufzeiten besonders schwer, ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, einem Studentenwohnheim oder eine eigene Wohnung zu finden.

Die Mehrbettzimmer, die sich in diesem Jahr auf die Redaktionsräume eines ehemaligen Radiosenders verteilen, sind nicht als dauerhafte Wohnlösung gedacht. Bis Ende November sollen sie verfügbar sein. Seit acht Jahren stellt das Studentenwerk zum Wintersemester eine solche Unterkunft zur Verfügung. Der Andrang an den Hochschulen steigt seit Jahren, rund 127 000 Studierende waren es im vergangenen Jahr. Für sie gibt es vom Studentenwerk München 11 000 öffentlich geförderte Zimmer und Apartments. Aktuell stehen 9564 Studierende auf der Warteliste für den günstigen Wohnraum.

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dpa

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