Antje machte ihn zum Liebessklaven

Dieters Nymphomanin: Neue Details zur Todesnacht

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In diesem Haus an der Hermann-Lingg-Straße starb Antje C. (47), genannt Angelina, nach einer heißen Sex-Nacht in ihrer Wohnung. Eine Obduktion soll nun die Todesursache klären. Foto rechts: DJ Dieter zählte zu ihren Opfern

München - Die Todesursache von Nymphomanin Antje (47), die den DJ Dieter zum Sex-Sklaven gemacht hatte, ist immer noch unklar. Inzwischen sind neue Details zur Todesnacht bekannt.

Antje C., genannt Angelina, liebte alle Männer. Wenn die 47-Jährige Lust auf Sex hatte, spielten Alter, Aussehen und Nationalität keine Rolle. Ihre Liebhaber holte sie sich aus Kneipen im Bahnhofsviertel oder aus dem Glockenbachviertel. Sie sprach, so erzählen es Anwohner, auch einfach wildfremde Typen auf der Straße an und schleppte sie mit nach Hause. Angelina war krankhaft sexsüchtig. Für 20 Euro verkaufte sie ihren Körper. Jetzt ist die Nymphomanin, die DJ Dieter zum Sex-Sklaven machte, tot! Ihre letzte Liebesnacht mit einem Bosnier (31) überlebte sie nicht.

Angelina hatte den Nachbarn vor rund sechs Wochen in einer Kellerbar in einem Arbeiterwohnheim in der Hermann-Lingg-Straße kennengelernt. Sie hatten seither etwa viermal Sex miteinander.

Am Donnerstagabend trafen sie sich wieder in der Bar. „Sie hatte drei, vier Bier. Dazu zwei Wodka und etwas Wein“, sagt ein Bekannter zur tz. Anschließend gingen sie zu ihr in die Wohnung nebenan.

Doch irgendwas war da schon anders mit Angelina, die auch La Bombana genannt wurde. Sie fiel nicht gleich über den Bosnier her, sondern sie unterhielten sich. Dann schlief sie im Sitzen ein. Sie protestierte nicht einmal, als ihr Liebhaber noch mal kurz weg musste. Doch der Bosnier kehrte zurück. „Sie wollte, dass ich bei ihr schlafe“, sagte er später bei der Polizei. Sie hatten noch einmal Sex.

Völlig ermattet sank der Heizungsmonteur anschließend in den Schlaf. Nach etwa drei Stunden klingelte gegen 6.30 Uhr der Wecker. „Ich musste zur Arbeit. Ich habe sie an der Schulter geschüttelt, aber sie hat nicht geatmet“, berichtete der Bosnier hinterher.

Verzweifelt versuchte er noch, sie mit Mund-zu-Mund-Beatmung zu reanimieren. Dann wurde er hektisch, packte seine Sachen und zog die Tür hinter sich ins Schloss. Erst als er in seiner Wohnung war, alarmierte er die Polizei.

Als Beamte in die bunt und plüschig eingerichtete Wohnung kamen, lag das zuvor benutzte Kondom noch auf dem Boden. Für Angelina kam jede Hilfe zu spät. „Die genaue Todesursache wird die Obduktion zeigen“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Das Verfahren gegen sie wegen sexueller Nötigung mit Gewalt in zwei Fällen wird jetzt eingestellt.

JAM/ARB

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