Neue Ermittlungen

Zeuge sicher: Es gab eine zweite Bombe beim Wiesn-Attentat

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Beim Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980 starben 13 Menschen.

München - Es gab eine zweite Bombe beim Wiesn-Attentat vor 35 Jahren: Davon ist ein Zeuge überzeugt. Seine Aussage könnte für die Ermittler von enormer Bedeutung sein.

35 Jahre ist das Attentat auf dem Münchner Oktoberfest her. Am 26. September 1980 explodierte am Haupteingang der Wiesn eine Bombe: 13 Menschen wurden getötet, 211 verletzt. Die Ermittler verfolgten lange Zeit eine Einzeltäter-Theorie: Gundolf Köhler habe den schrecklichen Terror-Akt allein verübt. Aber stimmt das wirklich?

"Es gab eine zweite Bombe"

In der Süddeutschen Zeitung spricht jetzt ein Zeuge, den die Detonation der Bombe damals schwer verletzt hatte. Nur mit Glück konnte im Klinikum Großhadern sein Bein gerettet werden. Der ehemalige Bundeswehrsoldat sagt: Es gab eine zweite Stichflamme aus einem Gulli. Die habe er damals genau gesehen. Ergo habe es eine zweite Bombe gegeben, genauer: eine DM-12-Handgranate, die nicht richtig detonierte. Für das Attentat habe es mehr als einen Täter gebraucht, ist sich der 67-Jährige sicher.

Seine Aussage ist laut dem Münchner nicht neu. Bereits vor 35 Jahren habe er sich so gegenüber den Ermittlern geäußert. Laut SZ tauchte die Zeugenaussage in den Akten aber nirgends auf - möglicherweise, weil sie der Einzeltäter-Theorie widersprach.

Momentan rollen die Ermittler das Wiesn-Attentat neu auf. Auslöser war wie berichtet unter anderem die Aussage einer Zeugin, die sich an eine abgetrennte Hand erinnert.

Interaktive Karte zum Wiesn-Attentat

Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980

dor

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