Die Münchner Polizei berichtet

Oktoberfest: Wieso gibt es auf der Wiesn-Wache einen Geldautomat?

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Ein Geldautomat auf der Wiesn-Wache ist nur für Straftäter da. Wieso?

Oktoberfest: Was haben straffällig gewordene Wiesn-Besucher mit einem Geldautomaten mit in der Wiesn-Wache zu tun?

München - Über 1900 Polizeieinsätze gab es während des Oktoberfests. Sexualdelikte, Schlägereien, Diebstähle. Die Liste der Straftaten ist seitenlang. 

Für ausländische Oktoberfest-Besucher, die auf dem Oktoberfest straffällig geworden sind, gibt es auf der Wiesn-Wache einen Geldautomaten. Damit sie bei einer Straftat eine Sicherheitsleistung bezahlen können. 

Oktoberfest: Bis zu mehrere tausend Euro Sicherheitsleistung

Bei bestimmten Taten müssen Straftäter eine Sicherheitsleistung bezahlen, die Kosten für ein Strafverfahren decken. Das berichtete zuerst bild.de. Zudem beinhaltet diese Sicherheitsleistung die zu erwartende Geldstrafe. Das können mehrere tausend Euro sein, erklärt ein Polizeisprecher auf Nachfrage von Merkur.de. Eine Untersuchungshaft kommt in diesen Fällen nicht in Frage.

„Es gibt feste Sicherheitsleistungssätze der Staatsanwaltschaft“, erklärt der Polizeisprecher. Die Geldbeträge würden sich je nach Vergehen richten. 

Am Sonntag wurde eine Touristin aus Norwegen Opfer einer Vergewaltigung. Sie hatte den ihr unbekannten Mann nach dem Oktoberfestbesuch in einer Kneipe kennengelernt.

Polizeisprecher: „Der Automat ist Gold wert“

Seit ungefähr fünf Jahren habe die Wiesn-Wache einen Geldautomaten. „Der Automat ist Gold wert“, sagt der Polizeisprecher. Früher hätten die Beamten immer mit den Straftätern zu Geldautomaten gehen müssen. 

Video: Das ist die Bilanz des diesjährigen Oktoberfests 

Geldautomat: Nach einer Woche schon 16 000 Euro

Wie viel diese Straftäter während der vergangenen Wiesn insgesamt zahlen mussten, weiß der Polizist nicht. Nach einer Woche Oktoberfest waren es immerhin schon 16 000 Euro, wie ein Tweet der Polizei München verrät.

Auf dem Oktoberfest kommt es immer wieder zu kuriosen Situationen. Was sich ein 34-Jähriger nun erlebt hat, erfordert einiges an Anstrengung.

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