Otti Fischer von Ex-Agentin geleimt?

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Otti Fischer am Dienstag vor Gericht

München - Ottfried Fischer ist von seiner früheren PR-Agentin vermutlich hinters Licht geführt worden. Brigitte M. (59) verstrickt sich im Berufungs-Prozess um ein heimlich gedrehtes Sex-Video in Widersprüche.

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Oberstaatsanwalt Kai Gräber kündigte an: „Das wird Konsequenzen für Sie haben.“ Die Vorgeschichte: Zwei Damen des horizontalen Gewerbes prazzelten den gewichtigen Schauspieler mit gefälschten Kreditkarten-Abbuchungen – die Rede ist von 74 000 Euro. Um ihre Forderungen zu untermauern, drehten sie in Ottis Schwabinger Wohnung heimlich ein Video beim Sex mit ihm. Abrechnungs-Unternehmer Mike P. (35) kam auf die Idee, noch mehr Geld draus zu machen: Er verkaufte den Schmuddel-Film an Bild. Und Reporter Wolf-Ulrich S. soll laut Anklage gegenüber Fischers Agentin gedroht haben: Ein Exklsiv-Interview mit Fischer, oder …

Gegenüber der Polizei hatte Brigitte M. das drohende Unheil drastisch ausgemalt. Auf ihren Rat ließ sich Fischer auf das Interview ein. Ein klarer Fall von Nötigung, befand das Amtsgericht am 25. Oktober 2010, und verurteilte der Reporter zu 14 400 Euro Strafe. Während drei Mitangeklagte ihre Geldstrafen akzeptierten, ging Wolf-Ulrich S. in Berufung.

Jetzt ist er einem Freispruch ganz nahe. Denn Brigitte M. ruderte im Zeugenstand zurück: Von der Bild-Redaktion sei fast kein Druck ausgeübt worden. Richterin Susanne Hemmerich: „Es ist nicht auszuschließen, dass hier Druck weitergegeben wurde, der gar nicht existiert hat.“ „Sie eiert in alle Richtungen“, spottete Rechtsanwalt Steffen Ufer, der Fischer als Nebenkläger vertritt, über die PR-Agentin. Da Drahtzieher Mike P. nicht als Zeuge erschien, wird der Prozess am 28. März fortgesetzt.

E. Unfried

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