Pächter-Drama bei Müller-Brot: 2000-Euro- Spende

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Gerhard Schilling (l.) und Angelika Schuster (r.) greifen Oliver und Dulni Deringer unter die Arme. Ihre Spende von 2000 Euro macht den Pächtern Hoffnung.

München - In den vergangenen Tagen hat die tz über das Schicksal der Deringers berichtet. Jetzt gibt es für Oliver Deringer und seine Frau wieder Hoffnung.

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Oliver Deringer (42) steht sprachlos hinter dem Tresen seiner Müller-Brot-Filiale in Solln. Dieses mal aber nicht – wie so oft in den letzten Tagen – aus Wut über den insolventen Bäckerei-Riesen. Heute lächelt er und drückt seine hochschwangere Frau Dulni (29) fest an sein Herz. Gerade als die Welt am finstersten schien, als Kunden wegbleiben und Müller die Kaution von 15 000 Euro einbehält, ist ein Hoffnungsschimmer aufgetaucht: Gerhard Schilling und seine Partnerin Angelika Schuster.

Die beiden haben aus der tz von der misslichen Lage des Pächter-Pärchens erfahren und wollen helfen. Nicht mit schönen Worten, sondern mit 2000 Euro. Diese Summe spenden sie dem verzweifelten Ehepaar.

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„Ich konnte hier nicht tatenlos zusehen“, sagt Gerhard Schilling. „Die beiden können ja nichts für ihre Lage.“ Deringer ist gerührt: „Ich war kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Aber wenn es noch solche Leute gibt ... Danke von ganzem Herzen.“

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So viel Trubel um ihre Person ist den beiden Helfern aber eher unangenehm: „Wir möchte nicht im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger ist doch, dass andere unserem Beispiel folgen.“

tz

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