Autos mit Radkralle versehen?

Zettel an Windschutzscheibe: Polizei München klärt über irre Masche auf

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Die Polizei klärt nun über einen Zetteltrick in München auf. 

„Diese Zettel sind nicht von der Polizei“, informiert Polizeisprecher Werthmann. Stattdessen sind die Benachrichtigungen auf der Windschutzscheibe aus einem kuriosen Grund dort. 

München - Nanu, was ist denn das? Manche Autofahrer in Neuhausen und Nymphenburg haben sich am Donnerstagfrüh verwundert die Augen gerieben. An ihrer Windschutzscheibe prangte ein Zettel, auf dem (inklusive Rechtschreibfehler) steht: „Hinweis der Polizei: Achtung! Ihr PKW wurde mit einer elektronischen Radkralle versehen. Unbefugtes Entfernen dieses Fahrzeuges ist nicht gestattet und kann zu irreperablen Motor- und/oder Getriebeschäden führen.“ Dann folgt die Bitte, sich an die Polizei zu wenden sowie eine Rufnummer. 

Polizei München stellt klar: „Diese Zettel sind nicht von der Polizei“

Die Zettel sehen täuschend echt aus, sogar das Polizeilogo prangt darauf. Das Präsidium stellt klar: „Diese Zettel sind nicht von der Polizei, und alle Betroffenen können entgegen der Angaben ihre Fahrzeuge bedenkenlos benutzen“, sagt Polizeisprecher Peter Werthmann. Um die 100 Zettel wurden verteilt. Hinter den Schreiben stecken offenbar Aktivisten. 

Diesen Zettel fanden viele Münchner an ihrem Auto vor. 

Auf der Internetplattform Indymedia erklärten die Urheber die Zettel damit, dass sie gegen die Verkehrspolitik der Stadt protestierten. Da sie ein Umdenken für unwahrscheinlich hielten, wollten sie Autofahrern das Leben schwermachen. Die Polizei vermutet, dass die Aktion im Zusammenhang mit Maßnahmen bei politisch motivierten Straftaten steht. „Hintergrund sind offenbar Durchsuchungsaktionen, weil die Betroffenen eine YPG-Fahne getragen hätten“, so Werthmann. 

„Wir gehen davon aus, dass die linksgerichteten Aktivisten dem Staatsschutz damit eine neue Beschäftigung geben wollten.“ Nämlich die Besänftigung verärgerter Autofahrer. Auf Indymedia schreiben die Aktivisten, sie hätten den Eindruck, der Staatsschutz langweile sich. Jetzt ermittelt der Staatsschutz gegen die Zettelverteiler.

In Pasing-Obermenzing verschwand ein 77-Jähriger für zwei Tage spurlos.

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