Polizei sucht diese Männer wegen Mord an Münchner

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Diese beiden Männer haben mit der EC-Karte des Toten dessen Konto leer geräumt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei auch um die Killer des Münchners handelt.

München - Bei den Ermittlungen zum mutmaßlichen Raubmord an Ulf M. (39) sind die Ermittler einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Es wurden nun Fotos veröffentlicht, die die mutmaßlichen Täter zeigen.

Die Aufnahmen stammen von Überwachungskameras an zwei Geldautomaten in den Städten Wittenberg und Coswig. „Es handelt sich um zwei Personen, die mit der EC-Karte des Opfers Geld abgehoben haben“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Preissner dem Münchner Merkur. Zu sehen sind zwei junge Männer, zwischen 20 und 30 Jahre alt. Sie stehen unter Verdacht, den 39-jährigen Ulf M., der zuletzt in München gewohnt hatte, misshandelt und getötet zu haben.

Wer kennt diese Männer?

Wie berichtet, war Ulf M. auf dem Weg von München nach Trittau (Schleswig-Holstein) auf rätselhafte Weise verschwunden und später tot in seinem Wagen gefunden worden. Ulf M. hat die vergangenen Jahre in München gelebt. Kurz vor seinem Tod brach er seine Zelte inder bayerischen Landeshauptstadt ab: Er kündigte seine Wohnung und plante eine längere Asien-Reise. Am 9. Januar wollte Ulf M. seine restlichen Möbel in sein Elternhaus nach Trittau bringen. Er mietete einen weißen Mercedes Sprinter und machte sich auf den 800 Kilometer langen Weg quer durch Deutschland. Zunächst ging alles gut. Bis er sich nach 500 Kilometern entschied, die A9 zu verlassen, um an einer Tankstelle in Cobbelsdorf zu halten. Der kleine Ort liegt an der Grenze Sachsen-Anhalts zu Brandenburg. Um 21.25 Uhr rief er von dort seine Mutter an. Wohl, um ihr zu sagen, er werde wie geplant an diesem Abend bei ihr eintreffen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.

Opfer eines Raubmords?

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass Ulf M. wenige Minuten nach dem Telefonat seinen Mördern begegnete. Vielleicht sprachen ihn die Männer noch an der Tankstelle an. Als Ulf M. am Abend nicht wie verabredet bei seinen Eltern ankam, meldete ihn die besorgte Familie als vermisst. Möglicherweise war der 39-Jährige da schon tot. Denn fest steht: Noch in der Nacht des 9. Januar, zwischen 23 und 0.30 Uhr, räumten die Täter das Konto des Opfers leer. Dabei wurden sie gefilmt - aus den Videos stammen die nun veröffentlichten Fahndungsfotos. Das Schicksal von Ulf M. blieb noch einige Tage ungewiss.

Am 15. Januar entdeckte ein Förster den weißen Transporter in einem Waldstück an der B 187, zwischen den Ortschaften Roßlau und Coswig. Im Innern des Wagens fand die Polizei die übel zugerichtete Leiche des 39-Jährigen. Er ist vor seinem Tod offenbar massiv misshandelt worden. Staatsanwalt Preissner spricht von „stumpfer Gewalt gegen den ganzen Körper“. Möglicherweise wurde Ulf M. schwer verletzt zurückgelassen und ist dann erfroren. Denkbar ist auch, dass sich infolge der Schläge und Tritte gegen den Kopf ein tödliches Blutgerinnsel gebildet hat. Die Polizei geht nach wie vor von einem Raubmord aus. Wahrscheinlich, so sagt Oberstaatsanwalt Preissner, war Ulf M. zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Ermittlungen dauern an, die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Ann-Kathrin Gerke

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