Prozessbeginn

Rausgeworfener Disco-Besucher zündelte aus Rache

München - Aus Rache für seinen Rauswurf hat ein Disco-Besucher in München im vergangenen Jahr das Lokal in Brand gesetzt. Dafür muss sich der Mann seit Mittwoch vor dem Landgericht verantworten.

Zum Prozessauftakt gab der Angeklagte zu, eine Flasche mit Benzin und einem angezündeten Papiertaschentuch auf das Holzdach der Terrasse vor dem Eingang geschleudert zu haben. Bei dem vorangegangenen Gespräch zwischen den Verfahrensbeteiligten wurde dem Mann im Falle eines Geständnisses eine Strafe von höchstens viereinhalb Jahren für die schwere Brandstiftung zugesichert.

Ende Juni 2014 war der 35-Jährige mit anderen Gästen in Streit geraten, der Türsteher hatte ihm die Tür gewiesen. Der Maler füllte in seiner Wohnung in der Nähe Kraftstoff in eine Mineralwasserflasche und bastelte aus einem Papiertaschentuch eine Lunte, die er vor dem Lokal entzündete. Dann warf er den Brandsatz auf die Überdachung der Terrasse, auf der sich zu dieser Zeit etwa 30 Gäste aufhielten. Der Disco-Chef konnte den Brand mit einem Feuerlöscher ersticken, so dass nur ein geringer Schaden von etwa 200 Euro entstand.

Er habe niemanden gefährden wollen, ließ der Angeklagte durch seinen Anwalt vortragen. Im Wege des Täter-Opfer-Ausgleichs erklärte er sich zur Zahlung von 5000 Euro an den Disco-Betreiber bereit.

dpa

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