Das sind die beliebtesten Radio-Sender aus München

München - Die neuen Hörer-Zahlen der Radiosender wurden am Mittwoch vorgelegt. Bayern 1 und Antenne Bayern sind demnach die beliebtesten Freistaat-weiten Sender. Und wer führt bei den Stadt-Stationen?

Die tz suchte die beliebteste Morgen-Show

Wecker aus, Radio an: Tausende Bayern drehen jeden Tag die Kiste auf – und für die Sender beginnt der harte Kampf um die Hörer. Der große Gewinner der aktuellen Media-Analyse ist Antenne Bayern: Der Sender legte bayernweit am meisten an Hörern zu – und knackte erneut die Millionenmarke! Bei den Stadtsendern landete Radio Arabella wieder auf dem ersten Platz.

1,10 Millionen Deutsche über zehn Jahren schalten pro Stunde an Werktagen Antenne Bayern ein. Macht einen Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zur letzten Analyse Mitte 2011 (899 000 Hörer)! Damit wird der Vorsprung zum Spitzenreiter Bayern 1 immer kleiner – der Sender bleibt mit 1,14 Millionen Hörern Nummer 1 (plus 0,5 Prozent). „Wir sind sehr stolz, dass wir weiterhin das erfolgreichste Programm sind – für uns ist das Ansporn und Bestätigung zugleich“, sagt Programmchef Maximilian Berg. Die anderen BR-Sender verloren zwar bundesweit Hörer, mit all seinen Sendern hat der BR nach eigenen Angaben trotzdem weiterhin die meisten Hörer in Bayern – 50 Prozent der Bayern höre werktags mindestens einen der Sender.

Bei den Stadtsendern machte Radio Arabella das Rennen. Trotz eines Verlusts von 11 000 Hörern (minus 13 Prozent) belegt der Sender mit aktuell 73 000 Hörern erneut Platz 1. „Wir sind happy“, sagt Geschäftsführer Roland Schindzielorz. „Da zeigt sich, dass es sich lohnt, Gas zu geben!“

Den größten Zuwachs bei den Münchner Sendern verzeichnet 95,5 Charivari: Der Sender steigerte sich von 21 000 auf 26 000 Hörer in der Stunde (plus 21 Prozent). Trotzdem reicht es im Münchner Rang nur für Platz 4 – Silber geht an Energy München (71 000 Hörer), Bronze kassiert Radio Gong 96,3 (55 000 Hörer)

Christina Schmelzer

Die beliebtesten Radiosender

Bayern 1 1 143 000 + 6 000
Antenne Bayern 1 105 000 + 206 000
Bayern 3 804 000 - 46 000
Bayern 5 aktuell 165 000 + 7 000
Bayern 2 109 000 - 1 000
Rock Antenne 87 000 - 11 000
Radio Galaxy 82 000 + 12 000
BR Klassik 59 000 - 21 000
Klassik Radio 47 000 - 2 000
Münchner Sender Hörer Gewinn/Verlust
Radio Arabella 73 000 - 11 000
Energy München 71 000 + 4 000
Radio Gong 96,3 55 000 - 3 000
95.5 Charivari 26 000 + 4 000

Quelle: MA 2012 Radio I, Die Media-Analyse, eine Arbeitsgemeinschaft aus 260 Firmen, ermittelt zwei Mal im Jahr die Reichweiten der Radiosender. 64 000 Deutsche werden dabei nach ihren Lieblingssendern befragt.

Popstars

Privatradios gewinnen deutschlandweit hinzu

Auf dem deutschen Radiomarkt haben die Privatsender dazugewonnen. Sie werden täglich von 33,64 Millionen Menschen eingeschaltet. Dies ist ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zur letzen Umfrage vom Juli vergangenen Jahres. Die öffentlich-rechtlichen Sender der ARD bleiben aber trotz eines Verlusts von 1,6 Prozent mit 38,28 Millionen Hörern vorne.

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse hat rund 64.000 Menschen in Deutschland nach ihren Lieblingsprogrammen befragt. Bei der zweimal im Jahr organisierten Erhebung werden auch die Hörgewohnheiten von Kindern ab zehn Jahren sowie allen deutschsprachigen Ausländern berücksichtigt.

dpa

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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