Was für eine Bilanz

Rekordzahlen beim MVV: 716 Millionen Fahrgäste

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Fahrgäste warten am Stachus auf den nächsten Zug. Und es werden immer mehr, die den ÖPNV nutzen. 

Noch nie haben so viele Menschen den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) benutzt, das teilte der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mit. Aber die Bahnsteigkarte bleibt.

München - Rund fünf Millionen Menschen mehr nutzten 2017 die Verkehrsmittel im MVV als im Vorjahr. Das teilte der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mit. „Das Angebot im MVV wird von den Fahrgästen gut angenommen – trotz zahlreicher Baumaßnahmen und kapazitätsbedingter Engpässe“, sagt MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag. Knapp 716 Millionen Menschen waren 2017 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Dementsprechend stiegen die Fahrgeldeinnahmen um 4,3 Prozent von 872 Millionen auf 910 Millionen Euro.

MVV lässt nicht daran rütteln: Bahnsteigkarte bleibt auch weiterhin.

Diese MVV-Tickets waren 2017 besonders gefragt

Einzelfahrkarten waren besonders gefragt. Die Einnahmen legten um mehr als sieben Prozent zu. Die Einzelfahrkarte drei Zonen gewann knapp elf Prozent, die Einzelfahrkarte Kurzstrecke knapp vier Prozent dazu. Positiv sah es auch bei den Single-Tageskarten aus. Die Einnahmen stiegen laut MVV um mehr als sieben Prozent. Gefragt waren die Single-Tageskarte Gesamtraum (zehn Prozent plus) und die Single-Tageskarte Innenraum (rund sieben Prozent plus). Die Gruppen-Tageskarte legte mit rund sechs Prozent zu (Gruppen-Tageskarte Gesamtraum: über neun Prozent plus, Gruppen-Tageskarte Innenraum: knapp sieben Prozent plus).

In diesem Bereich legt der MVV zu

Die Einnahmen bei der Streifenkarte nahmen 2017 um fast vier Prozent zu – bedingt durch die Integration der Streifenkarte in das Handyticket. Vier Prozent plus wurden auch bei den Zeitkarten – mit Abonnements und Jobtickets – festgestellt. Auch die Einnahmen beim Semesterticket stiegen an. Die Isarcard-Job mit jährlicher Zahlung konnte ein Plus von 7,4 Prozent verbuchen.

Die Zahlen zeigen laut MVV-Chef Freitag, dass die Zeit reif sei für ein Umdenken. „Hin zum klimaschonenden Verkehr, weg vom reinen Verkehrsverbund zum Umweltverbund“. Auf dem Erfolg dürfe man sich nicht ausruhen. Mit „Ausbaumaßnahmen, Ertüchtigung des bestehenden Netzes und Digitalisierung der Fahrgastinformation“ müsse man heute die Weichen für die Zukunft stellen, erklärte Freitag. 

Neuer Bereich für Innenraum: Kommt jetzt die große MVV-Reform? 

Mitte oder Ende 2019 will der MVV ein neues Tarifsystem einführen. Das heißt: Die Preise für Bus- und Bahnpendler werden in Zukunft anders gestaffelt. 

„Fahrscheine, bitte!“: Was ein Kontrolleur darf – und was nicht

maw

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