Schöffe konnte zu wenig Deutsch: Prozess neu gestartet

München - Der Münchner Prozess um den Mord an einer jungen Mutter und ihrer kleinen Tochter in Portugal hat am Donnerstag neu begonnen. Grund: die Deutschkenntnisse eines Schöffen.

Das Verfahren vor dem Münchner Landgericht war gleich nach dem Auftakt am vergangenen Freitag ausgesetzt worden, weil ein Schöffe nicht ausreichend Deutsch konnte. Dem Gericht seien bei einem Gespräch nach Ende der Sitzung Bedenken gekommen, ob der Laienrichter, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und der Alltagssprache mächtig ist, alle Details verstanden habe, sagte der Vorsitzende Richter Michael Höhne .

Der angeklagte Techniker soll seine 30 Jahre alte Ex-Geliebte und die gemeinsame 21 Monate alte Tochter bei einem Urlaub im Juli 2010 in Portugal ermordet haben, um seine langjährige Beziehung nicht zu gefährden. Beim Auftakt am vergangenen Freitag hatte der 44-Jährige zu den Vorwürfen der Anklage geschwiegen und nur Aussagen zu seiner Person gemacht. Das Verbrechen hatte als „Doppelmord im Ferienparadies“ Schlagzeilen gemacht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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