Sicherheitskonzepte in München

Terrorgefahr in München: Verstärkte Wacht zur Weihnacht

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Der Christkindlmarkt steht für Frieden - die Polizei tut das Ihre, um ihn zu sichern.

Die schlimmen Bilder des Terrorangriffs auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 sind in diesen Tagen wieder sehr präsent. Umso wichtiger ist es der Münchner Polizei, dass sich die Einwohner auch in den letzten Tagen vor dem Fest noch sicher fühlen.

München - Haben Sie sich vielleicht auch schon mal gefragt, warum zurzeit jeden Nachmittag und Abend querstehende Polizeifahrzeuge die Seitenstraßen zwischen Stachus und dem Tal blockieren? Keine Sorge: Es gibt keinerlei konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag. Die Fahrzeuge sind Teil des Sicherheitskonzeptes für den Christkindlmarkt am Marienplatz. 

Die schlimmen Bilder des Terrorangriffs auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten und über 100 Verletzten sind in diesen Tagen des Gedenkens wieder sehr präsent. Umso wichtiger ist es der Münchner Polizei, dass sich die Besucher des Christkindlmarktes auch in den letzten Tagen vor dem Fest noch sicher fühlen. Und dazu gehören neben der unübersehbaren Präsenz durch Polizei-Fußstreifen, Sicherheitsdienst, 16 Kameras, schwere Beton- und Blumenkübel und mobile Betonsperren auch die querstehenden -Polizeifahrzeuge. Die tz sah sich um und stellte fest: Nicht jede freie Seitenstraße ist ständig blockiert. Wann und wo die Fahrzeuge jeweils Posten beziehen - darüber schweigt die Polizei: „Das ist eine Einsatztaktik, die wir nicht im Detail ausbreiten möchten“, sagte ein Sprecher. 

Polizei-Autos sichern die Zufahrten der Fußgängerzone. Es ist ein sichtbares Zeichen: Hier kommt kein Unbefugter durch.

Fakt ist: Wer über die Seitenstraßen zur Fußgängerzone fährt, muss mit Kontrollen rechnen und einen triftigen Grund bzw. Ausweis vorweisen - wie ihn die Lieferanten und Buden-Betreiber haben. Die stets mit Beamten besetzten Fahrzeuge der Einsatzhundertschaft und Bereitschaftspolizei werden laut Polizei überall dort postiert, wo die großen Blumenkübel, die 2,6 Tonnen schweren Betonsperren und die mobilen 880-Kilo-Eisenzäune am Alten Rathaus fehlen. Alle Sperren wurden übrigens so aufgestellt, dass etwa Liefer-Lkw, Krankenwagen und alle anderen Einsatzfahrzeuge langsam hindurchfahren können. Kein Fahrzeug kann jedoch mit hoher Geschwindigkeit auf den Markt rasen.

Münchner Polizei hat ein wachsames Auge auf die Weihnachtsgottesdienste

Auch zu den großen Weihnachtsgottesdiensten werden sich am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag wieder Tausende Menschen in den Kirchen der Innenstadt einfinden. Präventive Taschenkontrollen und Rucksackverbote wie zum Beispiel im Kölner Dom wird es voraussichtlich in München nicht geben. Jedoch hat auch die Münchner Polizei ein wachsames Auge auf die Weihnachtsgottesdienste in der Stadt. 

Der Christkindlmarkt steht für Frieden - die Polizei tut das Ihre, um ihn zu sichern.

Im Zentrum steht wie jedes Jahr die Christmette im Liebfrauendom mit Kardinal Reinhard Marx. Und am ersten Weihnachtsfeiertag feiert Bayerns evangelischer Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in der Matthäuskirche am Sendlinger Tor mit vielen Gläubigen. Im Vorfeld haben Polizisten die Kirchengemeinden schon ausführlich beraten. Bislang besteht nach Angaben eines Polizeisprechers keine „konkrete Gefährdungslage“. Bei begründeten Verdachtsfällen oder verdächtigen Wahrnehmungen wäre die Polizei binnen kürzester Frist vor Ort und könnte Taschen- und Personenkontrollen durchführen. Bei den großen Kirchen-Veranstaltungen in der Innenstadt ist die Polizei ohnehin vor Ort. 

In der Heiligen Nacht stehen auch 29 Freiwillige des Malteser Hilfsdienstes zur Verfügung und leisten Sanitätsdienst für die Gottesdienstbesucher. Bei den Händlern des Münchner Viktualienmarkts gab es kürzlich ebenfalls ein Aufatmen: Das Kreisverwaltungsreferat nahm die Sorgen der Betreiber ernst und kümmerte sich umgehend um einen besseren Schutz.

dop

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