KVR gibt Details bekannt

Silvester-Regeln für Böller und Feuerwerk: Stadt München erklärt, was dieses Jahr eigentlich noch erlaubt ist

Feuerwerksverbot im Zentrum von München: Wer sich den neuen Regeln widersetzt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

  • In der Münchner Fußgängerzone gilt ein komplettes Feuerwerksverbot.
  • Auch Böller dürfen in weiten Teilen der Innenstadt nicht gezündet werden.
  • KVR und Polizei haben in einer Pressekonferenz am Dienstag (10. Dezember) Details bekannt gegeben.


Update vom 31. Dezember 2019: Erstmals gilt zum Jahreswechsel 2019/2020 ein Feuerwerksverbot in Teilen der Münchner Altstadt. 300 Polizisten werden in der Münchner Fußgängerzone zur Kontrolle eingesetzt.

  • Das Feuerwerksverbot gilt am Marienplatz und in der Fußgängerzone bis einschließlich Stachus (Karlsplatz)
  • Das Feuerwerksverbot gilt von 31. Dezember 2019 ab 21 Uhr bis zum 1. Januar 2019 2 Uhr früh - das Mitführen, Abbrennen oder Abschießen pyrotechnischer Gegenstände in Teilen der Altstadt-Fußgängerzone sind untersagt. 
  • Verstöße werden mit Geldbußen von bis zu 1.000 Euro geahndet. 
  • Zudem gilt ein Böllerverbot in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings - dieses gilt sogar ganztägig am 31. Dezember 2019 und am 1. Januar 2020. Hier ist nur Feuerwerk mit Lichteffekten erlaubt.

Update vom 30. Dezember: Seit Samstag (28. Dezember) gibt‘s wieder legal allerlei brennbares, fliegendes und explodierendes Material in Supermärkten und ausgewählten Fachhandeln zu kaufen.

Zu Verkaufsstart für Silvester-Feuerwerk in München: Polizei München rückt 48 Mal aus

Da lacht das Zündlerherz. Die Polizei München dagegen verzeichnete am zum Verkaufsstart am Samstag bereits 48 Einsätze wegen unerlaubten Zündens von Pyrotechnik. Das ist nicht wenig. Auch, weil sich offenbar die öffentliche Haltung zu Vorsilvester-Knallern deutlich verändert hat.

Denn laut Polizei wurden den Beamten die meisten Fälle per Notruf mitgeteilt. 110 wählen, um sich über Feuerwerksraketen zu beschweren, auch irgendwie eine neue Dimension.

Meist waren die Knall-Macher allerdings schon weg, wenn die Polizei ankam. Wenn die Beamten jemanden antrafen, waren es meist Kinder und Jugendliche. 

 „Sie wurden eindringlich belehrt, dass sie beim Zünden der Pyrotechnik Ordnungswidrigkeiten nach dem Sprengstoffgesetz begehen. Teilweise wurde Pyrotechnik sichergestellt und an die Eltern übergeben“, schreibt die Polizei München. Was soll man auch sonst machen? Einzig ein Erwachsener (43) muss nach Knallern im Garten der Nachbarin nun mit einer Anzeige rechnen.

Feuerwerk-Verbote von „Böllern“ in München - gar nicht so einfach

Dabei geht der richtige Krach ja erst morgen (31. Dezember) los. Neu sind dazu die zahlreichen Verbote in und um München, die, wie sz.de in einem aktuellen Beitrag witzelt, alles andere als leicht zu durchschauen sind. Und so einfach ist es tatsächlich nicht.

Wie auch hier weiter unten im ursprünglichen Artikel zu lesen ist, gibt es mehrere unterschiedliche Verbote, die jeweils für verschiedene Teile Münchens gelten.

Böller-Verbot innerhalb Mittlerer Ring in München - was gehört dazu?

Da gibts einmal das sogenannte „Böllerverbot“ innerhalb des Mittleren Rings in München. Im Wortlaut ist das so zu lesen:

„Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 mit ausschließlicher Knallwirkung (beispielsweise Silvesterknaller, Böller) ist über das vom 02.01. bis 30.12. eines jeden Jahres bestehende Abbrennverbot hinaus auch am 31.12.2019 und 01.01.2020 jeweils von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr in der Verbotszone (Nr. 2) untersagt.“

Unter „Kategorie F2“ fällt gemäß EU-Richtlinie Silvesterfeuerwerk, das nur an den letzten drei Tagen des Jahres und ausschließlich an Personen über 18 Jahren verkauft werden darf. Alles andere, was das ganze Jahr verkauft wird, ist demnach sowieso erlaubt. Knallfrösche zum Beispiel. Die Nr. 2 bezieht sich auf die Münchner Umweltzone, die Grundlage für das Verbot ist. So einfach ist es für eine Kommune nämlich nicht, Feuerwerke zu verbieten. (Merkur.de*)

Abgesehen davon fällt sz.de noch „ausschließliche Knallwirkung“ ins Auge. Heißt: Alles, was nicht nur „Bumm“ macht, sondern dazu auch leuchtet, oder pfeift, oder im Kreis tanzt, ist ebenfalls erlaubt.

Totales Feuerwerksverbot in Altstadt und Fußgängerzone von München

In den Fußgängerzonen der Münchner  Altstadt ist dafür alles, was knallt, raucht und leuchtet strengstens Verboten. Auch das Herumtragen. Ausnahme: Sie wohnen da und tragen ihre Raketen von Ihrer Wohnung aus der Verbotszone heraus. 

Wird auch nicht so einfach zu unterscheiden für die eingesetzten Beamten der Polizei München. Das sollen immerhin deutlich mehr werden, als im Vorjahr. 

Das Verbot finden übrigens sogar ausgemachte Pyrotechnik-Fans sinnvoll. Es ist einfach zu viel los, um da sicher etwas hochgehen zu lassen.

Nochmal im Wortlaut:

  • Von Dienstag, 31.12.2019, 21 Uhr, bis Mittwoch, 1.1.2020, 2 Uhr, sind das Mitführen, Abbrennen oder Abschießen pyrotechnischer Gegenstände in Teilen der Altstadt-Fußgängerzone untersagt.
  • Das Gebiet umfasst den Marienplatz und Abschnitte der angrenzenden Straßen, außerdem Kaufinger Straße, Neuhauser Straße und Karlsplatz/Stachus.

Update vom 19. Dezember: Feuerwerk ist an Silvester nun auch am Viktualienmarkt verboten! Dies hat die Vollversammlung des Stadtrats beschlossen. Das Kommunalreferat hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen. 

Damit sollen Brandschäden durch Feuerwerkskörper an den Marktständen verhindert werden. Die Regelung ergänzt die bereits veranlassten Maßnahmen. 

Zum Jahreswechsel gibt es ein komplettes Feuerwerksverbot am Marienplatz und in der Fußgängerzone bis einschließlich Stachus. Das Böllern ist im Bereich des Mittleren Rings untersagt.

Gegen „Kriegsähnliche Zustände“ an Silvester: Polizei und KVR reagieren drastisch - Mega-Geldbußen

12.55 Uhr: Im Gebiet um Marienplatz, Karlsplatz/Stachus und die angrenzenden Straßen weisen zum Jahreswechsel rund 55 Schilder mit Verbotspiktogrammen und dem Text „Feuerwerk verboten!/ Fireworks prohibited!“ auf die neue Regelung hin. Vom Verbot ausgenommen sind Anwohner, die Raketen und Böller dabei haben, um diese in ihre Wohnung oder von ihrer Wohnung in einen Bereich außerhalb der Verbotszone zu transportieren.

12.27 Uhr: Ausschlaggebend für die umfangreichen Neuregelungen (siehe unten) sei eine Gefahreneinschätzung des Polizeipräsidiums München gewesen, heißt es in einer Presseaussendung. Die Beurteilung lasse sich auf polizeiliche Erfahrungen aus den Silvestereinsätzen der vergangenen Jahre, insbesondere jedoch auf den Entwicklungen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Marienplatz und im Altstadt-Fußgängerbereich, zurückführen. 

Die hohe Personendichte von bis zu 8.000 Teilnehmern in der Spitze, einhergehend mit den engen baulichen Begebenheiten vor Ort, habe zu einer starken Überfüllung der Plätze und Straßen geführt. Zudem habe übermäßiger Alkoholgenuss und unsachgemäßes Abbrennen von Feuerwerkskörpern unkalkulierbare Gefahren- und Konfliktsituationen für die Anwesenden verursacht, berichten Polizei und KVR. 

München: Stadt stellt neue Silvester-Regeln auf - Mega-Geldbußen drohen

Polizeivizepräsident Norbert Radmacher kündigte an, dass das Polizeipräsidium München zum Jahreswechsel 2019/2020 mit einer verstärkten Präsenz von Einsatzkräften im Bereich der Altstadt-Fußgängerzone vor Ort sein wird, um die Sicherheit zu gewährleisten und Verstöße gegen beide Allgemeinverfügungen zu unterbinden und sanktionieren.

Update 11.45 Uhr: In München soll es in der Silvesternacht in Teilen der Altstadt ein komplettes Feuerwerksverbot geben. Das hat KVR-Chef Dr. Thomas Böhle soeben bekräftigt. Das Verbot gilt von 21 Uhr an Silvester bis 2 Uhr an Neujahr - unter anderem am Marienplatz, in angrenzenden Straßen, der Kaufingerstraße und dem Stachus. Geldbußen von bis zu 1000 Euro drohen, sollte man die Vorgaben missachten.

Des Weiteren wurde in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings ein komplettes Verbot für Feuerwerk „mit sogenannter Knallfunktion“ beschlossen. KVR und Polizei sprechen diesbezüglich von einem „Böllerverbot“.

Nach „kriegsähnlichen Zuständen“ 2018: Stadt München macht klare Silvester-Ansage

Erstmeldung (10. Dezember, 9.30 Uhr):  München - In einer gemeinsamen Pressekonferenz wollen Kreisverwaltungsreferat (KVR) und Polizeipräsidium am Dienstag (10. Dezember) Details zum Feuerwerksverbot in der Altstadt von München nennen. Auch zum neuen Böllerverbot in weiten Teilen der Innenstadt werden Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle und Polizeivizepräsident Norbert Radmacher Stellung nehmen. 

Silvester in München: KVR erklärt, welche Regeln gelten

Die Regelungen und Geltungsbereiche wurden vom KVR nach einem Stadtratsbeschluss ausgearbeitet, die Polizei ist für den Vollzug zuständig.

CSU-Stadträtin Sabine Bär hatte im Sommer angesichts der Vorkommnisse in der Silvesternacht 2018 im Kreisverwaltungsausschuss von „kriegsähnlichen Zuständen“ gesprochen. Mehrheitlich hatte das Gremium daher beschlossen, dass zwischen Marienplatz und Stachus ein generelles Feuerwerksverbot eingeführt wird. Zudem war ein Antrag der ÖDP erfolgreich, wonach ebenfalls bereits zum Jahreswechsel innerhalb des Mittleren Rings Böller verboten werden.

Aus Angst vor Feuerwerk: Hund stirbt in den Armen seines Herrchens - Fotos gehen viral.

Aldi wirbt für ein Produkt, bei dem 15 Cent in den Kampf gegen den Klimawandel fließen. Gleichzeitig verkauft der Discounter aber auch Feuerwerkskörper. Ein Widerspruch in sich, weshalb Aldi nun Kritik einstecken musste.

Wer nicht mit allen seinen Freunden und Verwandten zusammen das neue Jahr feiern kann, möchte ihnen doch gerne eine Nachricht schicken. Hier gibt es die besten Neujahrswünsche.

Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten nach einem Aufzugsunfall in München ausrücken. Ein Mann wurde schwer verletzt.

In Buchloe schossen Jugendliche an Silvester mit Raketen und Böllern auf Menschen - und trafen einen Mann im Gesicht. Es gab auch weitere Vorfälle.

Ein Münchner postet ein  bewegendes Video auf Facebook. Der Grund hat auch etwas mit dem Silvesterfeuerwerk zu tun. 

mm/tz

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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