Von Berlin und Hamburg abgehängt

Von wegen Weltstadt München! Studie zeigt viele Probleme

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Einige Baustellen für OB Dieter Reiter und den Stadtrat: Eine Studie zeigt, dass München „smarter“ sein könnte. 

München liegt weit hinter Hamburg und Berlin? Leider wahr! In einer internationalen Studie zu den Themen Verkehr, Digitalisierung und Lebensqualität schneidet die Landeshauptstadt nur mäßig ab. 

München - Der „Smart Cities Index“ deckt auf, dass München in Sachen Zukunftsfähigkeit weit hinter anderen Metropolen zurückliegt. Selbst im deutschen Vergleich kommt die bayerische Landeshauptstadt nur auf Platz 3. 

In der Studie wurden 500 Städte auf der ganzen Welt untersucht, unterteilt in 19 Kriterien und sieben Kategorien. Zusammengefasst ging es um die Frage, wie zukunftsfit die Stadt ist. Konkreter: Wie sieht es mit dem Internet aus, wie gut ist der Verkehr, wie digital ist die Stadtverwaltung, wie innovativ ist die Wirtschaft und wie nachhaltig ist die Metropole? Aber auch der Lebensstandard spielt in die Bewertung hinein. Am Ende ergibt sich aus allen Bewertungen eine Gesamtpunktzahl bis maximal 10,0 Punkte.München kommt mit insgesamt 6,99 Punkten zwar, wenn man die  insgesamt 500 untersuchten Städte betrachtet, auf einen respektablen 25. Platz, allerdings deutlich hinter Berlin und Hamburg. Die Bundeshauptstadt schaffte es auf Rang 13 mit 7,39 Punkten. Die Hansestadt liegt auf Rank 14 (7,36 Punkte). 

Die „smarteste“ City der Welt ist laut dieser Studie Kopenhagen mit der Gesamtpunktzahl 8,24, vor Singapur (7,83) und Stockholm (7,82). 

Das sind die Probleme Münchens

Doch wo liegen die Herausforderungen Münchens genau? Ein Blick in die 19 Bewertungskriterien verdeutlicht, wo die Probleme der Stadt zu finden sind - abgesehen natürlich von der Wohnungsnot, die hier gar nicht untersucht wurde. Besonders im Bereich Internet und Digitalisierung gibt es erheblichen Nachholbedarf im internationalen Vergleich. Zusätzlich auch bei der Nachhaltigkeit. Während München bei der Müllentsorgung (9,82) sowie bei Smart Building (9,31) fast die Bestpunktzahlen erreicht, kommen die Umweltschutzmaßnahmen der Stadt auf nur 3,51 Punkte. 

Positiv bewertet wurde dagegen das Bildungswesen, der Car Sharing Service sowie der öffentliche Nahverkehr der Stadt. Bei der Verkehrsbelastung insgesamt kommt die Stadt jedoch mit 5,41 nur auf einen mäßigen Wert. 

Das kritisiert die Studie an München: 

Das lobt die Studie an München:

In Auftrag gegeben wurde die Studie von der „EasyPark Group“, dem Entwickler einer App, mit der man über das Smartphone einen Parkplatz bezahlen kann. Das schwedische Unternehmen will international in weitere Städte expandieren. 

mag

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