„Öko-Wohnen darf kein Luxus-Thema sein“

Städtische GWG baut 57 Wohnungen in Bogenhausen: So teuer wird das Projekt

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Ganz eigener Stil: Die Animation zeigt, wie die Öko-Häuser aus Holz aussehen sollen. Im August 2019 sollen die 57 Wohnungen bezugsbereit sein. 

Die städtische GWG baut 57 Wohnungen in vier Wohntürmen. Im August 2019 soll das Projekt fertig sein. 

München - Holz, Holz!“, ruft Zimmerermeister Reinhold Müller vom Gerüst des Rohbaus auf die feiernden Gäste des Richtfests hinab. „Holz her!“, kommt es lautstark zurück, ehe Müller sein leeres Rotweinglas herunterwirft – die Scherben sollen den vier neuen Holzhäusern im Prinz-Eugen-Park Glück bringen.

Die städtische GWG baut 57 Wohnungen in vier Wohntürmen mit jeweils fünf bis sieben Etagen und eine Kita – im August 2019 soll alles fertig sein. Wer dann einzieht, lebt in einem „Bau der Zukunft“, wie ihn Architekt Stefan Rapp nennt. Das Bauen mit Holz trage zum Klimaschutz bei. „Zement dagegen verbraucht viel Energie bei seiner Gewinnung.“

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Gesamtkosten des Projekts in Bogenhausen: Rund 21 Millionen Euro

Die Fassade aus Weißtanne, die Decken und Wände aus Fichte – trotzdem erweckt die Baustelle nicht den Eindruck von gemütlichen Holzhütten. Denn obwohl Holz ein wesentlicher Bestandteil ist, wird auch deutlich Beton verwendet. „Das Bauen mit Holz ist bis zu 20 Prozent teurer als mit Beton“, erläutert Gerda Peter, Geschäftsführerin der GWG. Damit Holz als Baumaterial dennoch attraktiv bleibt, bezuschussen Stadt und Land jedes Kilogramm, das verbaut wird, mit 70 Cent.

Die Gesamtkosten des Projekts in Bogenhausen: 21 Millionen Euro. 60 Prozent der Wohnungen werden gefördert – sodass die Mieten im Schnitt bei rund zehn Euro pro Quadratmeter liege, rund sieben Euro unter dem Mietspiegel. „Ökologisches Wohnen darf kein Luxus-Thema sein“, sagt Christian Amlong, Sprecher der GWG. Bei den 57 Wohnungen bleibt es aber nicht: Der komplette südliche Teil der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne wird zu einer Öko-Siedlung – vielleicht ein ökologischer Ansatz für die geplanten 1800 Wohnungen auf dem Gelände. 

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KATHRIN BRAUN

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