Verdi-Kundgebung in München

Öffentlicher Dienst: Hier wird am Freitag gestreikt!

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Forderungen im Warnstreik: Der öffentliche Dienst will 5,5 Prozent mehr Gehalt.

München - Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst haben für Freitag zum Streik aufgerufen. In München wird vor dem Finanzministerium eine Verdi-Kundgebung stattfinden. Die tz erklärt, welche Einrichtungen vom Streik betroffen sind.

Verhandelt wird in der kommenden Woche in Potsdam, gestreikt wird am Freitag schon mal in München. Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst lassen die Muskeln spielen und haben darum für Freitag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Um 10 Uhr soll am Odeonsplatz in München vor dem Finanzministerium – dem Amtssitz von Finanzminister Markus Söder (CSU) – eine gemeinsame Kundgebung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Gewerkschaft der Polizei (GdP) stattfinden.

Vor der dritten Verhandlungsrunde am 16. und 17. März haben die Gewerkschaften zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen (siehe dazu auch Infos unten). Sie wollen damit ihre Forderungen unterstreichen und Druck auf die Verhandlungen machen. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Tarifgehälter und Beamtenbesoldungen um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich.

Bislang hätten die Landesfinanzminister in den beiden Verhandlungsrunden noch kein Angebot über Lohnerhöhungen vorgelegt, kritisieren die Gewerkschaften. Statt dessen würden Verschlechterungen bei der zusätzlichen Altersversorgung beziehungsweise der Betriebsrentenregelung für den Öffentlichen Dienst gefordert. „Wir fordern Finanzminister Dr. Söder auf, dafür zu sorgen, dass in der dritten Verhandlungsrunde endlich ein faires Angebot vorgelegt wird,“ sagte Heinrich Birner, Geschäftsführer von Verdi München und Region.

Im Raum München sind am Freitag die Beschäftigten der folgenden Betriebe und Dienststellen zu dem ganztägigen Streik aufgerufen:

  • Klinikum rechts der Isar
  • Klinikum der Universität
  • Technische Universität München
  • Ludwig-Maximilians-Universität
  • Bayerische Staatsoper
  • Residenztheater
  • Gärtnerplatztheater
  • Justizbehörden

Sie gehen auf die Straße

Aufgerufen zum heutigen Warnstreik seien laut der Gewerkschaft Verdi sämtliche Beschäftigte in den Verwaltungen, den Gerichten, Hochschulen und Universitäten, Studentenwerken, Autobahn- und Straßenmeistereien, Flussmeisterstellen, Wasserwirtschaftsämtern, Bauämtern, Theatern und Krankenhäusern.

In anderen Bundesländern, in Schleswig-Holstein und Hessen, hatte es am Mittwoch bereits Warnstreiks gegeben. Verdi äußerte sich dabei sehr zufrieden über die Beteiligung an den Arbeitsniederlegungen.

vp

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