Mehr Arbeit, mehr Geld

Stress-Zulage im KVR - Mitarbeiter in den Bürgerbüros sollen bald einen Sonderbonus bekommen

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Lange Schlangen gab es im Kreisverwaltungsreferat zuletzt nach mehrmaligen IT-Problemen. Daraufhin hat das KVR die Öffnungszeiten verlängert

Die meisten Mitarbeiter des KVR machen per se einen guten Job, doch weil es der Stadt München an Personal mangelt, ist ihre Arbeitsbelastung überdurchschnittlich. Zum Ausgleich sollen sie nun mehr Geld bekommen. 

Die Bürgerbüros des Kreisverwaltungsreferats (KVR) haben seit 18. April 35,5 Stunden pro Woche geöffnet. Nachdem es zuletzt immer wieder zu IT-Problemen und damit zu längeren Wartezeiten gekommen war, hatte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) vor einigen Wochen diese Erweiterung verfügt. Zuvor waren die Bürgerbüros nur 27,5 Stunden pro Woche geöffnet. 

Stadtrat stimmt Arbeitsmarktzulage zu

Für die KVR-Mitarbeiter, die im Parteiverkehr beschäftigt sind, bedeutet dies eine zusätzliche Belastung. Und dafür soll’s nun Extra-Geld geben. In der Vollversammlung des Stadtrats war man sich gestern einig, dem betroffenen Personal eine Arbeitsmarktzulage zu gewähren. Das Personalreferat soll nun die Details ausarbeiten: Vor allem, wie hoch die Stress-Zulage für die rund 200 Mitarbeiter in den Bürgerbüros sein könnte und ob sie noch heuer eingeführt wird. Im Erziehungsdienst der Stadt wird zum Beispiel eine Mehrleistung in Höhe von 200 Euro gewährt, in bestimmten Bereichen der Ausländerbehörde und des Sozialreferates sind es 76 Euro. 

KVR: Onlineterminvergabe senkt Wartezeit auf 5 Minuten

Übrigens: Prinzipiell hat sich Böhle zufolge das Problem mit den Wartezeiten im Regelfall gebessert. Vor allem aufgrund der Online-Terminvergabe. 80 Prozent der Bürger, die einen Termin haben, würden im Durchschnitt nur noch fünf Minuten Geduld aufbringen müssen, so Böhle. Allerdings kam es zuletzt wegen PC-Problemen immer wieder zu chaotischen Zuständen im KVR. Und das wirbelte die Wartezeiten vor Ort sowie die Terminvergabe im Internet gehörig durcheinander. 

Laut Böhle gab es im Januar 13 Bürgerbeschwerden, im Februar dann 29, im März 76 und im April gar 139. Allein 128 davon bis zum 17. April nach den vorangegangenen Abstürzen der IT. Danach reagierte der KVR-Chef mit den längeren Öffnungszeiten, die bis Ende Juni gelten. Dem KVR wurde vom Stadtrat überdies aufgetragen, dass es prinzipiell möglich sein müsse, online binnen eines Monats einen Termin zu bekommen.

Klaus Vick

Der Unmut der Münchner über das Dauer-Chaos im KVR wächst - diese Maßnahme soll endlich eine Abhilfe schaffen. Stundenlange Wartezeiten im KVR mussten Bürger zuletzt wegen einer IT-Panne in Kauf nehmen. 

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