21-Jähriger angeklagt

Terror in Syrien: Weiterer Islamist vor Münchner Gericht

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Der Angeklagte Harun P. versteckt am 20. Januar beim Auftakt des Prozesses im Oberlandesgericht München sein Gesicht unter einer Kapuze. Ab 9. April steht an gleichem Ort ein weiterer mutmaßlicher Islamist vor Gericht.

München - Ein weiterer mutmaßlicher Islamist muss sich wegen des islamistischen Terrors in Syrien vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten. Der Prozess beginnt im April.

Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, wurde die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen. Der Prozess soll am 9. April beginnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 21-jährigen Deutsch-Türken vor, er habe sich der Al-Nusra-Front angeschlossen, dem syrischen Ableger von Al-Kaida, der laut Bundesanwaltschaft bis Ende 2014 in Syrien insgesamt mehr als 1500 Anschläge verübt hat, bei denen mindestens 8700 Menschen ums Leben kamen. Der junge Mann ist wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten angeklagt.

Er soll Anfang 2014 über die Türkei nach Syrien gereist sein, um sich am Dschihad zu beteiligen. In einem Terrorcamp soll er an Waffen ausgebildet worden und auch in einem Propaganda-Video der Terror-Organisation aufgetreten sein. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er am Münchner Flughafen festgenommen.

Erst im Februar war eine 30-jährige, zum Islam konvertierte Allgäuerin, die mit ihren beiden kleinen Kindern in den syrischen Bürgerkrieg gereist war, vom Münchner Landgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Vor dem Oberlandesgericht läuft außerdem der Prozess gegen den angeklagten Islamisten Harun P. wegen gemeinschaftlichen Mordes in Syrien.

dpa

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