Planungen schreiten voran

Tram oder U-Bahn im Münchner Norden? Stadtrats-CSU legt sich fest

Tram oder U-Bahn als neue Tangentialverbindung im Münchner Norden? Die Stadtrats-CSU hat sich eindeutig festgelegt

München - Sie favorisiert den Bau der U26 zwischen den Stationen Am Hart und Kieferngarten. Die Planungen für eine Tram 24 auf der Heidemannstraße sollten daher unverzüglich eingestellt werden, heißt es in einem Antrag. Stattdessen soll nach Dafürhalten der CSU eine tangentiale Elektro-Expressbuslinie zwischen den U-Bahnhöfen Kieferngarten und Am Hart bis zur Fertigstellung der U26 geplant werden.

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SPD pro Tram

Ob der Vorstoß der CSU von Erfolg gekrönt ist, ist fraglich. Der Rathaus-Regierungspartner, die SPD, hält die Tram 24 nach wie vor für eine sinnvolle Alternative. „Eine Straßenbahn ist grundsätzlich attraktiver für Fahrgäste als ein Bus“, sagte der Fraktionsvorsitzende Alexander Reissl auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem sei die Wirtschaftlichkeit einer U26 nach wie vor nicht nachgewiesen und der Realisierungszeitraum lange. In der Nahverkehrsoffensive bekannten sich SPD und CSU allerdings gemeinsam zum Bau der U26. 

Die MVG favorisiert indes die Tram. Sie hat stets damit argumentiert, dass die U-Bahn maximal zwei Zwischenbahnhöfe hätte, die Tram aber etwa acht Haltestellen. Der Nutzen für Fahrgäste wäre also nach Ansicht der MVG größer. Gegner einer Tramlinie befürchten, diese lasse die Heidemannstraße zur Staufalle werden.

kv

Rubriklistenbild: © dpa/Daniel Karmann

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