Fast 4000 Polizisten in München im Einsatz

Bei Fernseh-Interview: Siko-Demonstrant erwischt Polizeisprecher da Gloria Martins eiskalt

Die 56. Sicherheitskonferenz findet noch bis Sonntag, 16. Februar, in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Der bekannte Münchner Polizeisprecher da Gloria Martins erlebte eine überraschende Begegnung.

  • Von Freitag bis Sonntag findet die 56. Münchner Sicherheitskonferenz statt. 
  • Dazu werden insgesamt etwa 4000 Polizeibeamte im Einsatz sein. 
  • Es kommt zu Sperrungen von Zufahrten und auch Staus sind dadurch möglich.
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    21.15 Uhr: Am Rande der Sicherheitskonferenz in München kam es am Freitagabend zu einer kuriosen Szene, die glücklicherweise von Fernsehkameras aufgezeichnet wurde. 

    Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins wird bei ARD-Siko-TV-Interview von Demonstrant überrascht

    Der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins nahm in einem Interview mit der ARD Stellung zum Einsatz der Polizei bei der Demonstration. Aber mittendrin platze ein Demo-Teilnehmer in das Gespräch und gab seine persönliche Meinung wieder. Der junge Mann brüllte in bayerischer Mundart ins Mikro: „Gschmeidig is es! Einfach nur gschmeidig.“ Selbst da Gloria Martins hatte dem nicht viel hinzuzufügen und bestätigte dem Störer knapp mit einem „genau“. Ein Mitschnitt der kurzen Szene verbreitete sich auf Twitter und selbst die Polizei München retweetete das Video und kommentierte: „Persönliche Meinung eines Versammlungsteilnehmers zum gestrigen Einsatz... Der Aussage können wir uns bislang nur anschließen. Wir geben alles, dass es auch heute #gschmeidig bleibt.“

    Update vom 15. Februar, 17.07 Uhr: Am Samstag blieb es bei der Demonstration zur Sicherheitskonferenz in München friedlich geblieben. Das meldete die Polizei am Samstag. Rund 3000 Menschen haben sich bei dem Protest versammelt. Ein 50-jähriger Mann habe sich am Rande der Versammlung mit Benzin übergossen und versucht sich anzuzünden. Die Polizisten entdeckten den Mann aber, und konnten ihn gerade noch daran hindern. Offenbar stammt der Mann aus dem Irak und habe mit dieser drastischen Aktion versucht auf die politische Situation in seiner Heimat aufmerksam zu machen. Die genauen Hintergründe seien aber noch nicht vollständig geklärt. Rund 3900 Polizisten sollten am Wochenende während der Sicherheitskonferenz im Einsatz sein.

    Update vom 14. Februar, 22.41 Uhr: Tag eins der Münchner Sicherheitskonferenz ist vorbei. Wie uns die Polizei erläutert, kam es in der Stadt nicht zu außergewöhnlichen Beeinträchtigungen. Aufgrund der Demonstrationen und Absperrungen rund um den Bayerischen Hof sehen sich Autofahrer jedoch dem ein oder anderen Problem ausgesetzt. Noch bis Sonntag werden die Sperren Bestand haben und am Ende der dreitägigen Veranstaltung sukzessive aufgelöst. 

    Wie die Polizei jedoch mitteilte, wurde am Freitagabend eine Gegendemonstration mit etwa 500 Teilnehmern wegen gezündeter Pyrotechnik unterbrochen. „Wir mussten die Demonstration anhalten, da an der Spitze pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden, welche eine Gefahr für alle darstellen“, twitterte die Polizei. Anschließend setzten sich die Demonstranten wieder in Bewegung. Laut Polizei beschloss wenig später der Organisator, die Versammlung am Münchner Karlsplatz Stachus vorzeitig zu beenden.

    Update 12.55 Uhr: Ein Sprecher der Polizei bewertet für tz.de* die derzeitige Lage rund um die Münchner Sicherheitskonferenz: „Aktuell sind uns keine Staus und Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz bekannt.“ Rund um den Veranstaltungsort würden jetzt allerdings viele Gäste anreisen. „Der Maximiliansplatz ist ab und zu dicht. Deshalb raten wir, den Bereich zu meiden.“ 

    Generell sei es für das Wochenende sinnvoll, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, so der Sprecher. Man rechne außerdem damit, dass es in den frühen Abendstunden zu Sperrungen und Verkehrslotsungen komme, so der Polizeisprecher weiter. 

    Sicherheitskonferenz in München: Sperrungen und Demos - Bundespolizei will gegen Gewaltbereite hart durchgreifen

    Update 12.15 Uhr: Bislang kam es durch die 56. Münchner Sicherheitskonferenz zu keinen größeren Zwischenfällen oder Verkehrschaos in der Stadt. Die Polizei ist weiterhin vorbereitet. Unter anderem stehen 180 Einsatzkräfte der Bundespolizei, die aus ganz Bayern kommen, in München bereit. 

    Siko in München: Bundespolizei im Einsatz - Sicherheit als höchste Priorität

    Update vom 14. Februar, 10.14 Uhr: Wegen der Münchner Sicherheitskonferenz wird auch die Bundespolizei in Münchens Zentrum verstärkt im Einsatz sein, so eine Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion. An Münchens Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen werden am Wochenende deutlich mehr Bundespolizisten als gewohnt unterwegs sein. Die Sicherheit aller Bahnnutzer habe höchste Priorität, hieß es. 

    Zur Unterstützung werden Beamte aus ganz Bayern vor Ort sein, sodass zu den Schwerpunktzeiten rund 180 Beamte gleichzeitig im Einsatz sein können. Im Fokus der Beamten liege dabei sowohl der Haupt-, der Ost- und der Pasinger Bahnhof als auch die S-Bahn-Stammstrecke mit den Stationen Marienplatz und Karlstor (Stachus), wo sich die Demos abspielen. Einsatzleiter Polizeidirektor Jürgen Vanselow betonte: „Gegen Gewaltbereite wird unverzüglich und mit niedriger Einschreitschwelle vorgegangen werden“.

    Sicherheitskonferenz in München: Sperren und Demos kommen auf Münchner zu - Achtung Autofahrer

    München - Im Zuge der 56. Münchner Sicherheitskonferenz (auch Munich Security Conference, kurz MSC), die von Freitag, 14.Februar, bis Sonntag, 16.Februar, stattfindet, werden einige Zufahrten im Bereich des Hotels „Bayerischer Hof“ gesperrt. Auch ein Flugverbot für sämtliche Drohnen und andere Fluggeräte wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur angeordnet. 

    Übrigens: Auch Mark Zuckerberg kommt zur Münchner Sicherheitskonferenz*. Er wird am Samstag sprechen - und zeigt sich schon vorab offen für Steuerreformpläne in Europa.

    56. Münchner Sicherheitskonferenz: Behinderungen durch Demonstrationszug

    Nicht nur durch die Sperrung einzelner Zufahrten kommt es zu Behinderungen im Verkehr. Auch einzelne Versammlungen sorgen für Staus und Verzögerungen. Bereits am Freitag, 14. Februar, finden solche Versammlungen statt.

    Im Zuge der 56. Münchner Sicherheitskonferenz kommt es zu Zufahrtssperrungen. 

    Doch wie die Polizei mitteilt, liegt das Hauptaugenmerk auf den Versammlungen am Samstag, 15. Februar. An diesem Tag wird eine Auftaktkundgebung des „Aktionsbündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ am Karlsplatz stattfinden. Diese beginnt um 13 Uhr. 

    Zahlreiche Versammlungen zur Sicherheitskonferenz in München geplant

    Im Anschluss daran wird es von 14 bis 14.30 Uhr einen Demontrationszug geben, der am Karlsplatz startet und über den Lenbachplatz, den Maximiliansplatz, den Platz der Opfer des Nationalsozialismus, die Brienner Straße, den  Odeonsplatz, die Residenzstraße, den Max-Joseph-Platz und die Dienerstraße bis zum Marienplatz führt.

    Neben dem Demonstrationszug ist auch eine Menschenkette mit rund 600 Teilnehmern vom Karlsplatz bis zum Marienplatz angedacht. Am Marienplatz ist auch die Abschlussveranstaltung von 14.30 bis 17 Uhr geplant. 

    56. Münchner Sicherheitskonferenz: Sicherheitsbereich rund um Hotel „Bayerischer Hof“ wird eingerichtet und gesperrt

    Die Sicherheitszone, die für den Verkehr gesperrt wird, umfasst folgende Straßen: Promenadeplatz, Kardinal-Faulhaber-Straße, Karmeliterstraße und Hartmannstraße sowie Teile der Pacellistraße, Prannerstraße und Maffeistraße. Die Sicherheitszone wird von Freitag, 14. Februar, 6 Uhr bis Sonntag, 16. Februar, 15 Uhr bestehen. „In diesem Zeitraum haben nur speziell akkreditierte Personen oder Personen mit einem berechtigten Interesse einen Zutritt in dieses Areal“, teilt die Münchner Polizei mit.

    Dort ist auch ein absolutes Halteverbot ausgeschildert. Wie die Beamten der Polizei schreiben, werden Fahrzeuge, die dort parken ohne Ausnahme abgeschleppt. Auch außerhalb des Sicherheitsbereiches kann es zu einzelnen Parkverboten kommen. Auch dort werden die Fahrzeuge entfernt.

    Parken in der Münchner Innenstadt könnte sich am SIKO-Wochenende also noch schwieriger gestalten als sonst. Und das ist nicht die einzige schlechte Nachricht für Autofahrer. Möglicherweise werden Parkausweise in der bayerischen Landeshauptstadt künftig auch deutlich teurer. Die Entscheidung darüber fällt am Freitag.

    Staus durch Transferfahrten der Staatsgäste der Sicherheitskonferenz möglich

    „Durch die Transferfahrten hochrangiger Staatsgäste und die begleitenden Schutzmaßnahmen wird es vereinzelt durch kurzzeitige Sperrmaßnahmen zu begrenzten Verkehrsbehinderungen kommen“, heißt es in der Polizeimitteilung. Die Polizei bittet um Verständnis und sei darum bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Fast 4000 Beamte werden aus ganz Bayern sowie aus Deutschland an diesem Wochenende bei der Sicherheitskonferenz im Einsatz sein.

    Eine individuelle Auskunft kann über das Bürgertelefon des Polizeipräsidiums München rund um die Uhr unter Telefon 089/29101910 eingeholt werden. Auch auf ihrem Twitter-Kanal (@polizeimuenchen) hält die Polizei alle Interessierten auf dem Laufenden.

    Im Video: So sah es im vergangenen Jahr hinter den Kulissen der Münchner Sicherheitskonferenz aus

    Bei der 55. Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr lobte die Polizei die Bevölkerung. Sie habe die Sperrungen und das große Polizeiaufgebot „besonnen und geduldig hingenommen“.

    Demonstrationen gegen die Sicherheitskonferenz gab es auch im vergangenen Jahr. Denn die einhellige Meinung der Demo-Organisatoren ist seit Jahren, dass es bei der Sicherheitskonferenz nicht um Sicherheit, sondern um Kriegstreiberei gehe.

    Hüllenlose Aktivistinnen der Gruppe „Femen“ haben in einem legendären Münchner Traditions-Wirtshaus für Aufregung gesorgt. Bei Facebook kursiert ein irres Video.

    *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

    Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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