U-Bahn-Schläger müssen lange hinter Gitter

München - Für einen Gewaltexzess in der Münchner U-Bahn müssen eine Frau und ihr Freund mehrere Jahre ins Gefängnis. Vor Gericht hatten beide ihre Schuld eingestanden. Den Raub am Opfer bestritten sie.

Die 32-Jährige wurde am Freitag vom Landgericht München wegen gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren Haft verurteilt, ihr einschlägig vorbestrafter 26-jähriger Lebensgefährte zu sechs Jahren. Die durchtrainierte Volleyballerin hatte im vergangenen Jahr einem Kochlehrling nach einem Streit zwei Tritte gegen das Schienbein und einen Faustschlag ins Gesicht versetzt. Er ging zu Boden und die 32-Jährige sprang mehrmals auf seinem Oberkörper auf und ab, ihr Freund schlug und trat das Opfer ins Gesicht. Beide gaben ihre Gewalttätigkeit zu.

Sie bestritten jedoch, dem Kochlehrling den Geldbeutel mit 150 Euro und Papieren abgenommen zu haben. Laut Urteil war nicht zu klären, ob und was dem Opfer abhandengekommen ist.

Die Staatsanwaltschaft hielt den Raub dagegen für erwiesen und forderte achteinhalb und acht Jahre Haftstrafe für das Paar. Sie wird das Urteil voraussichtlich anfechten. Über Revision denkt auch die Verteidigung nach, die Strafen von vier Jahren und zwei Jahren mit Bewährung beantragt hatte.

dpa

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