U-Bahn-Schläger räumen Vorwürfe vor Gericht ein

München - Mit zahlreichen Tritten und Schlägen sollen sie ihr Opfer in der Münchner U-Bahn brutal malträtiert haben: Vor Gericht gab das Agropärchen die Übergriffe zu.

Eine 32 Jahre alte Frau und ihr sechs Jahre jüngerer Freund müssen sich seit Mittwoch wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Münchner Landgericht verantworten. Sie gaben Schläge und Tritte gegen einen 25-Jährigen im März 2011 zu. Laut der Staatsanwaltschaft hat die durchtrainierte Volleyballerin dem angetrunkenen Kochlehrling nach einem kurzen Streit zwei Tritte gegen das Schienbein und einen Faustschlag ins Gesicht versetzt und ist auf dem Oberkörper des zu Boden gegangenen 25-Jährigen auf und ab gesprungen.

Ihr im Kampfsport aktiver Freund habe dem Opfer nach mehreren Schlägen mindestens dreimal ins Gesicht getreten. Anschließend habe er dem Verletzten den Geldbeutel mit rund 150 Euro und Papieren weggenommen. Den Raub bestreitet das Paar. Sie habe von der Börse erst aus der Zeitung erfahren, sagte die Küchenhelferin. Der Geldbeutel sei dem Opfer aus der Tasche gefallen, schilderte der Mann, er habe nur hineingeschaut und die Börse dann wieder herunter geworfen. Der Kochlehrling erlitt bei dem Angriff neben einem Schädelhirntrauma mehrere Knochenbrüche im Gesicht und musste operiert werden.

Die Frau sagte, sie könne sich die Tat nur mit den konsumierten Drogen in Verbindung mit Alkohol sowie ihrer früheren “schlechten Behandlung“ durch Vater, Ex-Mann und einen früheren Freund erklären. “Die Sache tut mir sehr, sehr Leid“, sagte die 32-Jährige. Auch ihr Mitangeklagter entschuldigte sich. Er ist mehrfach vorbestraft und hat wegen Körperverletzung schon gut zweieinhalb Jahre im Gefängnis gesessen.

dpa

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