Eltern atmen auf

Überraschende Wende: Borstei-Kindergarten darf bleiben

Dürfen nun doch in der Borstei bleiben: Eltern und Kinder hatten gegen die Schließung protestiert. archivfoto: achim schmidt

Zuerst sollte er zumachen, nun geht es trotz der Brandschutz-Mängel weiter für den Kindergarten in der Borstei.

München - Der Kindergarten in der Borstei darf bleiben. Diese Entscheidung ist das Ergebnis eines Runden Tisches im Rathaus. Die Stadträtin Julia Schönfeld-Knor (SPD) und Personalreferent Alexander Dietrich (CSU) sowie der Bezirksausschuss (BA) Moosach und der Elternbeirat hatten sich gegen die geplante Auslagerung zum 1. September starkgemacht.

Aufgrund von Mängeln im Brandschutz sollte der Kindergarten in der Borstei nach 80 Jahren schließen. Die Kinder sollten zukünftig den Kindergarten an der Dieselstraße, nahe dem Olympia-Einkaufszentrum (OEZ), besuchen. Aus dem Referat für Bildung und Sport (RBS) hieß es letzte Woche noch, dass es aufgrund des Brandschutzproblems keine andere Lösung gäbe. Eine mögliche Außentreppe als zusätzlicher Fluchtweg war vom Denkmalschutz abgelehnt worden.

Missverständnis beim „Einschätzen der Dringlichkeit“

Nun also die Wende. Auch ohne eine Außentreppe an das denkmalgeschützte Haus anzubringen, kann der Kindergarten bleiben. Vonseiten des RBS heißt es, dass die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung die Sachlage noch einmal gemeinsam genau betrachtet hätten und so zu dem Schluss gekommen seien, der Weiterbetrieb sei möglich. Beim Einschätzen der Dringlichkeit sei es vorher zu Missverständnissen gekommen.

„Wir Eltern sind einfach erleichtert über dieses überraschend positive Ergebnis“, sagt Elternbeiratsvorsitzende Susanne Schröder. Für Schröder war es besonders der große Rückhalt von Stadträtin Schönfeld-Knor, die den Runden Tisch organisiert hatte, Personalreferent Dietrich und den Mitgliedern des Moosacher Bezirksausschusses, der zu diesem Ergebnis geführt hat.

Eilantrag der Moosacher CSU

Die Moosacher CSU hatte einen Eilantrag gestellt, auch die Rathaus-Grünen hatten sich noch eingeschaltet. Auch Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) ist mit dem Ausgang zufrieden: „Ich freue mich, dass der Kindergarten in der Borstei erhalten bleibt. Die traditionsreiche Einrichtung besteht seit fast 80 Jahren und ist damit ein fester Bestandteil der Borstei.“

Der Erhalt des Kindergartens ist aber noch nicht alles. Zudem soll nun untersucht werden, ob die Zahl der Betreuungsplätze in der dritten Einrichtung in der Borstei, die an der Franz-Marc-Straße 9 liegt, erhöht werden kann. Dort werden bislang nur bis zu zehn Kinder betreut.

Lisa-Marie Birnbeck

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