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Immobilienmarkt: Viele Neubau-Wohnungen in Pasing

Die Übersicht im Münchner Immo-Irrsinn: Weniger Verkäufe, höhere Preise

Die Immo-Übersicht: In Schwabing bewegt sich am meisten.

Immobilien in München wechseln immer seltener den Besitzer, dafür zahlen die Käufer immer höhere Preise. Das zeigt ein aktueller Marktbericht. 

München - Insgesamt 10 914 Wohnimmobilien haben 2017 in München den Eigentümer gewechselt. Das sind 9,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Umsatz dagegen sank nur um zwei Prozent, auf fast 5,7 Milliarden Euro. Demnach sind die Preise erneut gestiegen. Das geht aus dem Marktbericht der Agentur „Von Poll Immobilien“ hervor. Durchschnittlich 448 359 Euro blätterten Käufer 2017 für eine Eigentumswohnung hin. Ein Haus kostete durchschnittlich 1,28 Millionen Euro.

Eigentumswohnungen haben den größten Anteil am Gesamtgeschäftsvolumen: 9934 Objekte wurden 2017 verkauft. Sie brachten einen Gesamtumsatz von mehr als 4,4 Milliarden Euro. Dagegen wechselten nur 980 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer und brachten einen Gesamtumsatz von 1,26 Milliarden Euro. Im Jahr 2012 gab es noch deutlich mehr verkaufte Objekte – 13 160 Wohnungen und 1118 Ein- und Zweifamilienhäuser.

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Viele Geschäfte für Makler in Schwabing

Im Vergleich der Stadtteile werden unterschiedliche Schwerpunkte sichtbar: Besonders viele Immobiliengeschäfte wickeln die Makler in Schwabing ab. Hier verkauften Eigentümer 2017 insgesamt 524 Wohnungen aus dem Bestand. In Au-Haidhausen waren es 483, in Sendling-Westpark 401, in Perlach 382 und auf der Schwanthalerhöhe 353 Bestandswohnungen.

Bei Neubau-Wohnungen dagegen liegt Pasing vorn: 392 Objekte wurden in diesem Segment verkauft. Gefolgt von Perlach mit 384 verkauften Neubau-Wohnungen, Aubing mit 341, Trudering mit 234 und Bogenhausen mit 214.

Trudering hingegen verzeichnet münchenweit die meisten Vertragsabschlüsse bei den Ein- und Zweifamilienhäusern. 97 Häuser wechselten hier den Besitzer. Nur eines mehr als in Perlach. Dann folgt Feldmoching mit 65 verkauften Häusern, Aubing mit 59 und Pasing mit 57.

Im Lehel ist‘s am teuersten

Die teuerste Lage ist das Lehel – laut Marktbericht gilt das Viertel als Premiumlage. Eigentumswohnungen können hier bis zu 17 500 Euro pro Quadratmeter kosten, für sogenannte Liebhaberobjekte sind gar 25 000 Euro pro Quadratmeter möglich. Durchschnittlich zahlen Käufer hier 1 053 000 Euro für eine Wohnung aus dem Bestand. Fast doppelt so viel wie in Bogenhausen, wo Käufer durchschnittlich 567 000 Euro lockermachen müssen.

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Neubauwohnungen sind in der Ludwigs- und Isarvorstadt am teuersten. Sie kosten hier durchschnittlich 2 714 000 Euro. Dagegen sind neue Wohnungen in Neuhausen mit 1 413 000 Euro vergleichsweise preiswert.

Es wird (fast) überall noch teurer

Die fünf teuersten Viertel für Ein- und Zweifamilienhäuser sind Bogenhausen (Durchschnittspreis 8 255 000 Euro), Neuhausen (5 180 000 Euro), Thalkirchen (3 185 000 Euro), Schwabing (3 120 000 Euro) und Nymphenburg (2 518 000 Euro).

Für das laufende Jahr erwartet Von Poll Immobilien steigende Preise in allen Lagen – ausgenommen die Premiumlage. Hier bleiben die Preise voraussichtlich stabil.

Bettina Stuhlweißenburg

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