AfD mit niedrigstem Prozentsatz

Umfragen Hammer! - Grüne kommen in München auf 42,8 Prozent

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Bei der Landtagswahl bekamen die Grünen und ihr Spitzenkandidat Ludwig Hartmann in München 31,1 Prozent.

Die Grünen sind auf dem Vormarsch in der Stadt. Laut einer aktuellen Umfrage des Regionalinstituts für Marktforschung RIM würden derzeit 42,8 Prozent bevorzugt die Öko-Partei wählen.  

München - Katerstimmung hier, Höhenrausch da – die politische Stimmung in der Stadt könnte unterschiedlicher kaum sein. Die SPD ist nach den desolaten Ergebnissen der Landtagswahl immer noch zerknirscht, und die CSU fragt sich, wie viel Grün und Weltoffenheit ins konservative Weltbild integrierbar sind. Einzig die Grünen pflegen ihren Höhenrausch. 31,1 Prozent haben sie bei der Landtagswahl in der Stadt geholt. Die CSU erreichte 24,8, die SPD 12,8 Prozent. Und aktuelle Umfragen zeichnen ein ähnliches Bild: Grün im Höhenflug. Laut der aktuellen Winterumfrage des Regionalinstituts für Marktforschung RIM würden derzeit 42,8 Prozent der Befragten in München die Grünen wählen. CSU und SPD kämen im Präferenzmodell als bevorzugte Partei auf 18,8 beziehungsweise 15,3 Prozent.

Keine klassische Sonntagsfrage

Für die Umfrage waren zwischen dem 14. Februar und dem 15. März 709 Personen befragt worden. Es handelt sich nicht um eine Sonntagsfrage, die Teilnehmer haben lediglich die Frage beantwortet, welche der Parteien sie derzeit bevorzugt, welche vielleicht und welche unter keinen Umständen wählen würden. Neben den bereits genannten Parteien würden 6,9 Prozent der Befragten derzeit bevorzugt die Freien Wähler wählen, 8,5 Prozent die FDP, zwei Prozent die AfD und 7,1 Prozent die Linken.

21,7 Prozent der Teilnehmer würden vielleicht die Grünen wählen, 27,3 Prozent vielleicht die CSU. In dieser Kategorie waren Mehrfachnennungen möglich. Die SPD schnitt hier am stärksten ab. Den Sozialdemokraten würden möglicherweise 43,2 Prozent der Teilnehmer ihre Stimme geben – ein Wert der zeigt, dass die Genossen ihr Potenzial derzeit nicht ausschöpfen können. Den Freien Wählern würden 27,9 Prozent vielleicht ihre Stimme geben. Die FDP hat 30,4 Prozent Nennungen, die AfD 3,4 Prozent und die Linke 20,1 Prozent mögliche Wähler.

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AfD bekommt die größte Ablehnung

Unter keinen Umständen würden 32,9 Prozent der Befragten die CSU wählen, die Freien Wähler kommen in dieser Kategorie auf 35,8 Prozent, die SPD auf 20,2 Prozent. Am deutlichsten fällt die Ablehnung mit 79,5 Prozent gegen die AfD aus. Unter gar keinen Umständen würden 47,6 Prozent die Linken wählen, die FDP kommt auf 35,3 Prozent. Und lediglich 18,7 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, die Grünen zu wählen.

SPD-Chefin Claudia Tausend wiederum kann sich nicht vorstellen, dass die SPD so schlecht abschneidet. „Wir konzentrieren uns auf das Inhaltliche und setzen in München auf unsere langjährige Erfahrung vor Ort. Unser Kandidat heißt nicht Andrea Nahles oder Natascha Kohnen, unser Kandidat heißt Dieter Reiter.“ CSU-Chef Ludwig Spaenle sagte: „Wir merken, dass unsere Arbeit in München ankommt. Unser Anspruch ist es, bei der Kommunalwahl als stärkste Kraft hervorzugehen, und wir werden uns intensiv um das Amt des Oberbürgermeisters bemühen.“

Grüne bleiben auf dem Boden: „Bis zur Wahl ist es noch eine ganze Weile hin“

Für die Grünen sind derlei Umfragen längst kein Grund zum Abheben. „Wir freuen uns natürlich, dass die Grünen so viel Zustimmung erfahren“, sagt der neu gewählte Sprecher Dominik Krause. „Aber wir wollen auch nicht die Bodenhaftung verlieren, bis zur Wahl ist es noch eine ganze Weile hin. Ich glaube, dass wir in den Städten mit den Themen Klima- und Umweltschutz, Mobilitätspolitik und Wohnraumschaffung mit Augenmaß punkten.“

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ska/Daniela Schmitt

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