AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

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Münchner reagieren bei Facebook bemerkenswert

Laptop von Rollstuhl geklaut - Mama von Schwerbehindertem sauer

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Dem schwerbehinderten Florian wurde aus seinem elektrischen Rollstuhl sein Laptop gestohlen

Ein Schwerbehinderter wird bestohlen, eine Mutter ist außer sich, und eine Community hilft zusammen: Die Geschichte von Florian Schneider beschäftigt die Münchner.

München - Sandy Posch ist außer sich - Unbekannte hätten am Dienstag ihrem schwerbehinderten Sohn Florian Schneider (36) den Laptop von seinem elektrischen Rollstuhl gestohlen, als er in der Stadt unterwegs war. Sie startete einen emotionalen Aufruf auf Facebook und wandte sich mit klaren Worten an die Diebe: „Euch sollen die Hände abfaulen.“

Wir haben mit Sandy Posch über den Vorfall gesprochen: „Ich würde gerne sagen, dass es doch nicht nur schlechte Menschen gibt. So viele Leute haben auf meinen Aufruf reagiert und Hilfsbereitschaft gezeigt. Sogar ein alter Lehrer von mir hat sich bei mir gemeldet. Mein Sohn hat geweint, als er von dieser Hilfsbereitschaft erfahren hat.“ 

Mittlerweile habe sich auch ein Spender gemeldet: Christoph H. Dieser hatte früher geschäftlich für die Pfennigparade zu tun, einem Rehabilitationszentrum für körperbehinderte Menschen in München, wo auch Florian jetzt lebt und arbeitet, erzählt uns die Mutter des Bestohlenen. Jetzt will Christoph H. ihm einen neuen Laptop stiften. 

Sie erklärt auch: „Ich möchte mich bei allen Menschen für ihre Hilfe bedanken.“ Sie meint damit auch die Spendensammelaktion, die von einigen Leuten auf Facebook ins Leben gerufen wurde. Diese „möchte ich aber wieder abblasen“, so Posch, „weil Florian ja jetzt einen neuen Laptop bekommt. Wir wollen nichts nehmen, was wir nicht brauchen.“ 

Posch erklärt, sie habe den Diebstahl auch schon bei der Polizei gemeldet, die Chancen, den Dieb zu finden seien aber sehr gering. „Wir durchsuchen jetzt noch Ebay, ob er dort angeboten wird, machen uns aber keine großen Hoffnungen.“

Wo genau der Laptop gestohlen wurde, konnte die Mutter nicht sagen. „Das muss irgendwo im MVV passiert sein. Mein Sohn hat das nicht bemerkt, als die Gurte, mit denen der Computer an seinem elektrischen Rollstuhl befestigt war, durchgeschnitten wurden.“

Das Mitgefühl auf Facebook ist riesig. Bereits 449 Mal wurde der Post bis Mittwoch Nachmittag geteilt. Die Kommentare darunter sprechen für sich: „Unglaublich, die Menschen steigern sich von Tag zu Tag in ihrer Widerlichkeit, ich bin erschüttert!“, macht ein Facebook-User seinen Standpunkt deutlich. Ein anderer schreibt: „Was nur in solchen Menschen vorgeht?? Traurig sowas.“

Neben der Spendenaktion bieten sich auch Menschen an, den Laptop wiederzufinden: „Ich denke, ich kenne da eine Möglichkeit, den Laptop wieder zu bekommen. Hab da schon öfter helfen können“, schreibt ein Kommentator. 

jb

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