Was steckt hinter der Idee?

"Munich Union Move": Fans fordern Neuauflage der Techno-Parade

+
1999 zogen rund 40.000 Techno-Freunde am Siegestor vorbei durch die Münchner Ludwigstraße. Über Lautsprecherwagen wurde dröhnende Tanzmusik abgespielt.

München - Die Techno-Parade "Munich Union Move" hat in den 1990er-Jahren bis zu 100.000 Besucher angelockt. Jetzt fordern Fans: Lasst den Umzug wieder aufleben!

Technoparaden sind aus der Mode gekommen. Trotzdem sind für Fans wie die Gegner von damals die Love Parades in Berlin unvergessen, ebenso das schreckliche Ende der Veranstaltung, als sie bereits nach Duisburg umgezogen war und bei einer Massenpanik 21 Menschen starben.

Auch München hatte so einen Event. Oder zumindest eine kleine Schwester der Love Parade. Von 1995 bis 2001 fand einmal jährlich die "Union-Move"-Technoparade in München statt. Jetzt haben die 90er Jahre ein Revival und passend dazu fordern Fans: Lasst die Party in München wieder aufleben!

Auf Facebook ist eine Veranstaltung erstellt worden, in der geschrieben steht: "Die Rave-Parade der 90er soll neu erfunden werden." Auf großes Spektakel setzen die Ideengeber aber offenbar nicht: Sie fordern, dass diesmal "alles anders" werden soll: "Aus München, für Münchner, ohne Werbung und Alkohol." Das vorgeschlagene Motto: "Love, Peace and Harmony" (Liebe, Frieden, Harmonie).

Auch einen Termin haben sich die User schon ausgedacht: Sie wünschen sich den Samstag, 11. Juni 2016, ab 14 Uhr. Angemeldet ist aber freilich noch nichts. Auf Facebook schreiben die Ideen-Geber: "Wir sind keine Veranstalter einer solchen Parade". 

Technoparade "Union Move" fand sieben Mal in München statt

Die Technoparade "Union Move" fand sieben Mal in München statt. Sie war eine Initiative der Münchner Veranstalter gegen Drogenmissbrauch. Ziel war laut Internet auch eine Demonstration gegen die strenge Münchner Sperrzeit. Im dritten Jahr lockte die Veranstaltung rund 100.000 Zuschauer zum Party-Umzug.

Einige Jahre später brach das Interesse dann aber drastisch ein: Bei der bislang letzten Parade im Jahr 2001 waren nach Schätzungen der Polizei nur noch 19.000 Techno-Fans dabei, die Veranstalter schätzten die Zahl auf 30.000. Das damalige Motto war "Music is the only drug!". Die Musikwagen zogen von der Leopold- und Ludwigstraße zum Odeonsplatz.

2100 Zusagen in Facebook

Laut Facebook haben inzwischen gut 2100 Personen der Veranstaltung für die Wiederbelebung des "Union Move" in München zugesagt. Diese 2100 Personen wünschen sich also konkret eine Neuauflage. Auf dem Portal "Direkt zu Christian Ude", der Bürger-Austauschplattform des ehemaligen Münchner Oberbürgermeisters, gibt es ebenfalls eine Anfrage zur Techno-Parade. Sie stammt aus dem Jahr 2009. Darin heißt es bedauernd, "dass dieses große Fest, welches für junge Leute immer wieder ein tolles Erlebnis war, abgeschafft wurde".

Übrigens: Schon bald könnte es noch eine weitere Techno-Parade geben: In Berlin gibt es Pläne für einen großen Umzug. Das Motto: "Zug der Liebe".

dor

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mann raste ins Stauende, 25-Jährige starb - Verfahren eingestellt, keine Entschuldigung
Mann raste ins Stauende, 25-Jährige starb - Verfahren eingestellt, keine Entschuldigung
„Hier rasen alle“: Münchner sucht beim KVR nach Hilfe - und erhält eine kuriose Auskunft
„Hier rasen alle“: Münchner sucht beim KVR nach Hilfe - und erhält eine kuriose Auskunft
Bluttat in Harlaching: Angeklagter gesteht Mord - und verrät gruseliges Detail
Bluttat in Harlaching: Angeklagter gesteht Mord - und verrät gruseliges Detail
Legendäres Lokal in München öffnet wieder seine Pforten - diese Änderungen erwarten Gäste jetzt
Legendäres Lokal in München öffnet wieder seine Pforten - diese Änderungen erwarten Gäste jetzt

Kommentare