Waffenkonferenz über die Kriege der Zukunft

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Im Hotel Vier Jahrezeiten Kempinski diskutieren hochrangige Militärs über den Krieg der Zukunft.

München - Es ist Münchens geheimste Konferenz : Im Hotel Vier Jahrszeiten Kempinski diskutieren seit Dienstag 50 hohe Militärs und Wissenschaftler über ein gespentisches Thema: den Krieg der Zukunft.

Dann wird auf dem Schlachtfeld nicht mehr mit Soldaten taktiert, sondern mit Energiewaffen (Fachausdruck: Directed Energy System). Die diskutierten Szenarien erinnern an das Drehbuch eines James-Bond-Films: Es geht um die Zerstörung bzw. den Schutz von Infraktureinrichtungen (etwa Großrechnern) mit Hochleistungslasern oder Mikrowellen-Kanonen. Oder die Abwehr von terroristischen Anschlägen mit elektromagnetischen Feldern.

Wie das gehen soll? Stellen Sie sich vor, ein Selbstmordattentäter rast mit einer Autobombe auf ein militärisches Ziel zu. Plötzlich versagt im Fahrzeug die Elektronik, der Wagen hält – gestoppt von einem elektromagnetischen Impuls!

Zu den Sprechern auf der Konferenz, die noch bis Donnerstag andauert, zählen Fachleute der US-Luftwaffe, des US-Verteidigungsministeriums, von Rüstungskonzernen wie Boeing und Rheinmetall, Universitäten und Forschungseinrichtungen wie dem Frauenhofer Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (Sitz in Euskirchen bei Bonn), das von Dr. Michael Suhrke vertreten wird.

Suhrke beschäftigt sich unter anderem mit der Wirkung des nuklearen elektromagnetischen Pulses – der bei Einsatz von Atomwaffen entsteht.

Energiewaffen sind übrigens längst keine Zukunftmusik mehr: Schon 2007 stellte die US-Army Mikrowellen-Kanonen vor, mit der potenzielle Angreifer (oder Demonstranten!) in Schach gehalten werden können. Dabei dringt die Strahlung in die Haut ein und erhitzt sie auf 50 bis 55 Grad – wie im Mikrowellen-Grill.

WdP

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