Die Stadt sucht die perfekte Welle

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Bisher plätschert nur ein Strudel: An der Wittelsbacherbrücke soll endlich eine Surf-Welle entstehen

München - Das verschafft den Surfern der Stadt wieder Auftrieb: An der Wittelsbacherbrücke soll es endlich eine ordentliche Welle geben.

Das Baureferat will eine Studie zur „Wittelsbacher Schwelle“ in Auftrag geben, am Dienstag entscheidet der Stadtrat. Die Sprecherin der Interessengemeinschaft Surfen in München, Petra Offermanns, jubelt: „Das wäre fantastisch!“

München war einmal ein Paradies für Surfer – und das Hunderte Kilometer von der nächsten Küste entfernt. Mehrere Wirbel lockten die Wellenreiter und Schaulustige, Einheimische wie Touristen. Doch die Renaturierung entschärfte die meisten Stellen wie etwa die Reichenbachbrücke. Übrig blieb der Eisbach, der aber nur etwas für absolute Experten ist.

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„Wir brauchen mehr Wellen“, fordern Offermanns und ihre Mitstreiter seit Jahren, 2008 beantragte die SPD eine Studie für die Wittelsbacher Schwelle, die 1905 mit der Brücke errichtet wurde und ohnehin zur Sanierung ansteht. Nach vier Jahren legt die Stadt eine Voruntersuchung vor. „Eine nutzbare Welle ist möglich, wenn die Oberkante der Schwelle angehoben würde“, erklärt Baureferentin Rosemarie Hingerl.

Die Bauart müsse in Modellversuchen ermittelt werden, Fragen von Umwelt- und Denkmalschutz sind zu klären. Kosten: 110 000 Euro. Die Sanierung würde bis zu vier Millionen Euro kosten. Anders als am Eisbach wäre so eine Welle auch für Anfänger befahrbar, meint Surf-Aktivistin Offermanns – und ärgert sich über die dreijährige Dauer der geplanten Studie. Die Surfer würden gerne helfen: „Wir stehen mit unserer Kompetenz gerne bereit.“

DAC

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