Viele Prozent mehr

Wohnungsbau: So krass klotzt München jetzt ran

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In München entstehen bald tausenden neue Wohnungen. (Symbolbild)

Geiz war mal geil, nun wird in München in Sachen Wohnungsbau geklotzt. Erstmals seit 30 Jahren ist eine Zahl wieder fünfstellig.

München - Kleckern ist nicht mehr! 2017 ist in München der Neubau von 13 475 Wohnungen genehmigt worden. Das sind 39,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Und erstmals seit 30 Jahren ist die Zahl wieder fünfstellig. Rekorde auch bei den Fertigstellungen: 8272 neue Wohnungen sind entstanden. Das geht aus dem Statistikheft der Stadt hervor.

Hauptsächlich sind neue Wohnungen in Obersendling geplant, das Quartier „Am Südpark“ auf dem ehemaligen Eon-Gelände wird wachsen. Zudem entstehen neue Gebäude auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne und im Bereich der Paul-Gerhardt-Allee.

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Hier wird jetzt überall gebaut.

Bei einem nicht unerheblichen Anteil der genehmigten Projekte handelt es sich um Wohnheime: 25 Neubauten mit 1824 Appartements entstehen für Studenten, Flüchtlinge, Auszubildende, Arbeiter und Personal. Die übrigen Bleiben verteilen sich auf 832 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 697 Mehrfamilienhäuser.

Die Wohnungen werden dabei immer kleiner: 2016 lag die Fläche im Schnitt bei 73,8 Quadratmetern, 2017 waren es nur noch 64,8 Quadratmeter. Bei den Domizilen im Bereich von 31 bis 50 Quadratmeter ist ein Anstieg um 55,4 Prozent auf 2069 Wohnungen zu verzeichnen. Große Wohnungen mit 111 Quadratmetern und mehr wurden kaum noch genehmigt.

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Der Anteil der Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, beispielsweise der Ausbau eines Dachstuhls oder Kellers, belief sich im vergangenen Jahr auf 30 Prozent und war damit auf ähnlichem Niveau wie in den vorangegangenen Jahren.

Zudem verzeichnet das Statistische Amt einen Anstieg bei den fertiggestellten Wohnungen. 2017 wurden in München 2055 neue Gebäude mit 7796 Wohnungen errichtet. Durch Erweiterungen oder Aufstockungen an 698 Gebäuden entstanden 476 Wohnungen. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichnete die Schwanthalerhöhe: Die Zahl der neuen Wohnungen stieg um 37 auf 47. Ein beträchtliches Plus wurde im Bezirk Au-Haidhausen registriert (2016: 66 Wohnungen, 2017: 301 Wohnungen). Die absolut meisten neuen Wohnungen entstanden in Trudering-Riem (768 Wohnungen), Aubing-Lochhausen-Langwied (728 Wohnungen) und Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (712 Wohnungen). 

Paul-Gerhardt-Allee

Noch eine Großbaustelle in München - bald Wohnungen.

Eines der größten Neubauprojekte in München ist die Fläche an der Paul-Gerhardt-Allee. Das 33 Hektar große Planungsgebiet zwischen den beiden Bahntrassen in Pasing-Obermenzing ist der letzte Abschnitt der zentralen Bahnflächen, der noch nicht bebaut ist. Dort sollen 5500 Menschen wohnen und etwa 800 arbeiten.

Quartier „Am Südpark“

Auch am Südpark entstehen neue Wohnungen.

Das ehemalige Eon-Gelände an der Boschetsrieder Straße/Drygalski-Allee in Obersendling soll einmal Wohnraum für etwa 2500 Menschen bieten. Zudem werden wohl 400 Arbeitsplätze geschaffen. Die Planung für das 8,1 Hektar große Gebiet in der Nähe des Südparks sieht drei große Wohnhöfe mit sechs bis acht Geschossen vor.

Prinz-Eugen-Kaserne

Ebenso an der Prinz-Eugen-Kaserne.

Seit vergangenem Jahr wird in Bogenhausen kräftig gewerkelt. Auf dem 30 Hektar großen Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne soll ein neues städtisches Quartier entstehen. Nach und nach werden 1800 Wohnungen gebaut. Rund 480 Wohnungen sind als „Ökologische Mustersiedlung“ geplant.

S. Karowski

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