Bausünden

Wohnungsnot in München: Harry G zieht in neuem Video drastischen Vergleich

+
Harry G widmet sich in seinem neuen Video Münchner Bausünden.

Für seine direkte Art ist Harry G bekannt. In seinem neuen Video knöpft er sich nun Münchner Bausünden vor - und spricht damit ein anderes ernstes Thema an.

München - „Egal, wo du in München hinschaust, stampfen sie eine Bausünde nach der anderen aus dem Boden“, schimpft Harry G in seinem neuesten Video. Im Hintergrund ist genau eine dieser Bausünden, über die sich der bayerische Grantler im Video auslässt, zu sehen. „Wer entwirft so etwas?“, fragt er. Seine Anregung, wie dieser Stil genannt werden könnte: Betonismus. Der könnte sich dann direkt hinter Renaissance, Barock und Jugendstil einreihen.

Wer in München unterwegs ist, weiß, von was Harry G spricht. In mittlerweile einigen Ecken der Stadt entstehen Wohnungen und Häuser nach immer gleichem Vorbild. Viel Beton, kleine Balkone und vor allem viele Wohnungen in einem Haus. Damit spricht Harry G ein ernstes Thema an: Wohnen und Mietpreise in München. Nicht nur in München selbst ist die Lage angespannt, auch im Umland gibt es bereits einen irren Ansturm auf Immobilien.

Die Wohnsituation in München ist angespannt. Immer höher steigende Mieten, die es vielen mittlerweile schwer machen, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Es wird gebaut - doch die Stadt platzt aus allen Nähten. Genau diese Problematik spricht Harry G nun in seinem neuen Video an. „Ich verstehe ja, dass wir Wohnungsnot haben - aber deswegen muss man doch die Stadt nicht so verschandeln“, sagt er.

Lesen Sie auch: Hier wird Wohnraum vernichtet - Medizin-Touristen verdrängen Mieter in München

Da zieht der Grantler gleich den Vergleich zu einem modernen Gefängnis. „Da moanst, du stehst in Stadelheim“, sagt Markus Stoll alias Harry G während er in einer grau in grau gehaltenen Einfahrt steht. Sein Fazit fällt drastisch aus: „Wer so etwas baut, der gehört nach Stadelheim“. 

Wie schlimm die Wohnungsnot in München ist, zeigt auch das Beispiel der jungen Mutter Monika M.: Sie wurde auf die Straße gesetzt und findet jetzt keine neue Wohnung für sich und ihre zwei kleinen Kinder.

Lesen Sie auch:

Alt-OB Ude ist besorgt: Ladensterben an der Hohenzollernstraße

Die Hohenzollernstaße ist ein Herzensstück Schwabings. Doch mittlerweile verschwinden immer mehr kleine Läden in dem Gebiet

Trotz Vollzeitstelle: Müllmann Max lebt im Obdachlosenheim

Obwohl Max Nothaft Vollzeit als Müllmann in München arbeitet, reicht sein Geld nicht für eine Wohnung aus. Er wohnt in einem Obdachenlosenheim.

mlu

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

BMW-Fahrer fährt Verkehrsschild um: Frau schwer verletzt - „besonders schlimm ist die Tatsache, dass ...“
BMW-Fahrer fährt Verkehrsschild um: Frau schwer verletzt - „besonders schlimm ist die Tatsache, dass ...“
In Unterwäsche auf Straße aufgewacht: Münchner (30) kann sich nur an einen Schubser erinnern
In Unterwäsche auf Straße aufgewacht: Münchner (30) kann sich nur an einen Schubser erinnern
Frau will sich an Ex rächen: Seine DNA an angeblichem Tatort verteilt
Frau will sich an Ex rächen: Seine DNA an angeblichem Tatort verteilt
Stadtrat hat entschieden: Böller-Verbot in Münchner Innenstadt
Stadtrat hat entschieden: Böller-Verbot in Münchner Innenstadt

Kommentare