Oberlandesgericht München

Zwei mutmaßliche Islamisten in München verurteilt

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Das Oberlandesgericht München verurteilte zwei mutmaßliche Islamisten (Symbolbild).

Das Oberlandesgericht München hat zwei mutmaßliche Islamisten zu Haftstrafen von zwei und vier Jahren verurteilt.

Einer der beiden Angeklagten wurde zu einer Haftstrafe von vier Jahren, der andere zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Jugendstrafe setzte das Oberlandesgericht München in seinem am Dienstag verkündeten Urteil aber zur Bewährung aus. Die beiden Männer schlossen sich nach Überzeugung des Gerichts im Jahr 2013 in Syrien der als terroristische Vereinigung eingestuften Gruppe Ahrar al-Scham an.

Sie beteiligten sich dem Urteil zufolge dort an Kämpfen gegen andere Rebellengruppen und das syrische Militär im Gebiet um die Stadt Aleppo. Der Angeklagte Azar R. wurde im April 2014 schwer verletzt. Er flüchtete deshalb zusammen mit dem Mitangeklagten Kamel T.H.J. in die Türkei und im Juni 2015 nach Deutschland.

Zu Gunsten beider Angeklagten wertete das Gericht deren Geständnisse. Bei R., der zu der Bewährungsstrafe verurteilt wurde, wog demnach auch die schwere Kriegsverletzug und seine Abkehr von den Zielen der Ahrar al-Scham strafmildernd.

Zu Gunsten des zu vier Jahren Haft verurteilten T. wertete das Gericht sein Bemühen um den schwer verletzten Mitangeklagten. Eine Abkehr vom Dschihadismus habe das Gericht aber nicht feststellen können.

afp

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