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Am Münchner Ostbahnhof: 20-Jähriger liefert sich Gerangel mit Bahn-Mitarbeiter - Passanten reagieren sofort

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Lokführer-Streik
Eine Frau geht am Ostbahnhof über den fast menschenleeren Bahnsteig. Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder zum Streik bei der Deutschen Bahn aufgerufen. © Wolfgang Kumm/dpa

Am Münchner Ostbahnhof kam es zu einer heftigen körperlichen Auseinandersetzung. Passanten kamen zur Hilfe und konnten einschreiten. Die Polizei ermittelt.

München - Wie die Bundespolizei mitteilt, kam es am Dienstag, den 19. April, am Münchner Ostbahnhof zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Demnach wurde den Beamten gegen 10 Uhr gemeldet, dass ein Triebfahrzeugführer von einem jungen Mann körperlichen angegriffen wurde. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte einen 20-Jährigen vorfinden, der von zwei Männern fixiert und an die Streifen übergeben wurde.

Münchner Ostbahnhof: Mann heftig angegriffen - Täter schlägt mit Fäusten zu

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Auseinandersetzung bereits in einer S-Bahn begann und sich auf den Bahnsteig verlagerte. Ein Triebfahrzeugführer und ein Fahrgast waren in Streit geraten, da die S-Bahn nicht mehr bestiegen bzw. verlassen werden sollte. Es entwickelte sich ein Gerangel, bei dem beide zu Boden gingen. Dem 20-Jährigen aus der Ludwigsvorstadt gelang es vor dem 61-jährigen deutschen DB-Bediensteten aufzustehen. Unvermittelt schlug er dem Triebfahrzeugführer einige Male mit den Fäusten ins Gesicht; zudem soll er auch auf den am Boden Liegenden eingetreten haben .Wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist, eilten drei Männer im Alter von 22 bis 33 Jahren herbei und konnten beide trennen. Zwei hielten den 20-Jährigen fest, der dritte verblieb beim Triebfahrzeugführer.

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München: Junger Mann greift Bahn-Mitarbeiter an - Männer kommen zur Hilfe

Weiter heißt es: „Der junge Mann erlitt einen kleinen Cut an der Augenbraue und blutete am Kinn. Der 61-Jährige hatte mehrere Schwellungen an der Stirn und einen kleinen Cut an der Nase. Beide Personen lehnten eine Behandlung durch den Rettungsdienst vor Ort ab. Der DB-Mitarbeiter brach seinen Dienst ab und wollte sich eigenständig zum Arzt begeben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wird gegen den Täter, der zwei Metallringe trug, wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der mit 1,76 Promille Alkoholisierte blieb auf freiem Fuß. Gegen den DB-Bediensteten wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet.“

Doch der Vorfall war nicht alles, was der junge Mann sich bereits zu Schulden kommen hatte lassen: Er war bereits gegen 07:50 Uhr durch eine Bundespolizeistreife kontrolliert worden. Dabei befand er sich am Ostbahnhof in einer S-Bahn. Er schlief und konnte durch das Kontrollpersonal nicht geweckt werden. Der Mann verstand die Anweisungen der Beamten und kam deren Anweisungen die S-Bahn zu verlassen, trotz offensichtlicher Alkoholisierung unverzüglich nach. Er äußerte dabei, sich nach Hause begeben zu wollen.

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