Nördlich vom Stiglmaierplatz

Ein Platz für Stadtrat Rudi Hierl

Der Platz nördlich vom Stiglmaierplatz wird nach der CSU-Legende Rudi Hierl benanntF.: Schlaf, Google

München - Der unvergessene CSU-Stadtrat Rudi Hierl (1921-2010) wird künftig im Münchner Stadtbild weiterleben. Ein Platz wird nach ihm benannt werden.

Er ist eine Legende der Münchner Politik, nicht nur wegen seiner Kärtchen mit der Bayernhymne – und Legenden sind unsterblich. So lebt der unvergessene CSU-Stadtrat Rudi Hierl (1921-2010) künftig im Münchner Stadtbild weiter. Dort wird es für ihn immer einen Platz geben – der zwischen Dachauer und Schleißheimer Straße wird nach ihm benannt.

Gott mit Dir, Rudi Hierl: Er war ein Patriot und sein Herzblut galt der Bayernhymne. Jedem steckte er seine Kärtchen mit dem Text zu – selbst in China. Auf eine halbe Million soll er es gebracht haben. 2001 war der Eintrag ins Guinness-Buch fällig.

Für seine Popularität hätte er das gar nicht nötig gehabt: Seit 1948 saß der Schlossermeister im Bezirks-ausschuss, 1972 wurde er im Alter von 50 Jahren in den Stadtrat gewählt. „Während seiner 34 Jahre als Stadtrat verstand er sich in erster Linie als Anwalt der kleinen Leute“, heißt es in der Würdigung der Stadt. Die von ihm und seiner Frau gegründete „Rudi und Barbara Hierl Stiftung“ gab großzügig für soziale Zwecke – etwa für die Hauner’sche Kinderklinik und den Kindergarten St. Benno seiner Heimatpfarrei. Zu Hierls runden Geburtstagen kamen bis zu 1000 Gäste. Bei seiner letzten Wahl in den Stadtrat im Jahr 2002 häufelten ihn die Bürger vom aussichtslosen Listenplatz 43 ins Rathaus. So beliebt war er. 2006 gab er das Mandat wegen der Gesundheit ab. Er starb am 22. Februar 2010.

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