Streife macht verdächtige Beobachtung

Autofahrer unter Beschuss: Unheimliche Serie jetzt aufgeklärt? Polizei stößt auf eindeutiges Video

Gefahr von oben am Candidplatz: Von dieser Brücke warfen Jugendliche Steine und Eier auf fahrende Autos.
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Gefahr von oben am Candidplatz: Von dieser Brücke warfen Jugendliche Steine und Eier auf fahrende Autos.

Unbekannte Täter griffen wiederholt fahrende Autos und Linienbusse am Candidplatz an. Nun hat die Polizei ein Duo geschnappt - und ein Video sichergestellt.

Update vom 30. März, 11.37 Uhr: Seit Anfang März kam es immer wieder zu vergleichbaren Meldungen. In einigen Fällen wurden von Unbekannten Eier, in anderen Fällen Steine auf die Candidstraße geworfen (siehe Ursprungsmeldung). Autos kamen dabei zu Schaden. Das Kommissariat 13 übernahm daraufhin die Ermittlungen wegen mehrerer Fälle des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Am späten Sonntagnachmittag (28. März), gegen 17.30 Uhr, fielen einer Streife der Polizeiinspektion 23 (Giesing) nun zwei Kinder auf, die sich im Bereich der Candidstraße aufhielten. Zuvor war das Duo bereits beobachtet worden, wie es an anderer Stelle Steine umhergeworfen hatte. Die Beamten kontrollierten die Heranwachsenden (beide mit Wohnsitz in München).

Beide Kinder hatten Steine und weitere Gegenstände bei sich - die durchaus geeignet waren, um Autos durch gezielte Würfe zu beschädigen. „Auf einem sichergestellten Mobiltelefon der Kinder befand sich dazu ein Video, das die beiden bei einer besagten Tat zeigt. Sie räumten daraufhin auch weitere Taten ein“, erklärt die Polizei in ihrem Pressebericht. Beide Kinder wurden den Eltern übergeben. Die Ermittlungen gehen weiter. Nun soll geklärt werden, für welche Taten das Duo noch verantwortlich ist.

München: Unbekannte bewerfen Autos und Linienbusse mit Eiern und Steinen - Polizei ermittelt

Ursprungsmeldung vom 23. März:

München - Autofahrer rund um den Candidplatz leben gefährlich. Das liegt aber nicht an den Verkehrsteilnehmern. Das Unheil kommt in Untergiesing von oben! Allein seit Rosenmontag, 15. Februar, wurden der Polizei zwölf Fälle gemeldet, in denen unbekannte Täter Steine und Eier auf fahrende Fahrzeuge geworfen hatten. Der letzte war vergangenen Donnerstag. Ein bestimmtes Ziel hatten die Täter nicht.

„Es war querbeet alles dabei“, teilt ein Polizeisprecher mit. Drei Busse, ein Wohnmobil, ein Lieferwagen, ein Lkw und sechs Pkw wurden getroffen. Haupttatort war ein Geländer an der nordwestlichen Kurve des Grünwalder Stadions mit Blick auf den Mittleren Ring am Ende des Tunnels. Zehn der zwölf Vorfälle passierten hier. Zwei geschahen näher zum Candidplatz.

Dabei traf es zwei Linienbusse der MVG. „Die Vorfälle sind am 6. März geschehen“, bestätigte ein Sprecher. Einer der Busse wurde beschädigt, konnte nach der Aufnahme durch die Polizei aber weiterfahren.

München: Eier-Attacken auf Autos sorgen beinahe zu schlimmen Unfällen am Candidplatz

Gefährlich sind diese Situationen trotzdem: Bei einem Lkw durchbrach beinahe die Windschutzscheibe, durch von Eiern beschmierte Scheiben kam es mehrmals fast zu Unfällen. Verletzt wurde bisher gottlob niemand, der Schaden liegt bei mehreren Tausend Euro.

Polizei München bittet um Hilfe: Wer hat die Täter am Candidplatz gesehen?

Die Polizei München* ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Den Tätern droht eine Freiheitsstrafe. Wer die Täter sind, weiß die Polizei bisher nicht. Mal wurde einer, mal wurden drei Jugendliche gesichtet – meist zwischen 15.30 und 18.30 Uhr. Die Polizei sucht nun Zeugen und vor allem weitere Opfer der Attacken. Hinweise unter 089 29100. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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