Inzwischen 54 Verdächtige

Drogen-Skandal bei Münchner Polizei weitet sich aus - bereits 13 Reviere im Koks-Sumpf

Partygäste stehen vor dem „Heart“ am Lenbachplatz in München Schlange.
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Im „Heart“ am Lenbachplatz begann der Drogenskandal bei der Polizei München.

Die Ermittler werten gut sieben Millionen Chat-Nachrichten von 36 beschuldigten Beamten sowie 18 Zivilisten aus - und es könnten weitere Koks-Anklagen folgen.

München - Der Skandal rund um die Münchner Polizei nimmt ungeahnte Dimensionen an. 36 Beamte stehen im Verdacht, Kokain konsumiert zu haben, kürzlich wurde die erste Anklage erhoben: Ein Polizist aus Giesing muss sich demnächst vor dem Amtsgericht verantworten und soll auch beschlagnahmtes Marihuana abgezweigt haben.

Drogen-Skandal bei der Polizei München:

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft München I sind nunmehr 13 Dienststellen des hiesigen Polizeipräsidiums von dem Drogenskandal betroffen. „Die umfangreichen Ermittlungen dauern noch an“, sagt Oberstaatsanwältin Anne Leiding.

Aktuell werden 6,7 Millionen Chat-Nachrichten der Verdächtigen ausgewertet, darunter sind auch 18 Zivilisten, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Oft sind dies Freunde oder Bekannte der Polizisten. Die Staatsanwaltschaft bereitet derzeit Verfahrensabschlüsse vor, in Kürze könnten weitere Koks-Anklagen folgen! (thi)

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